Erstellt am 29. März 2012, 11:35

Pflegeurlaub für Patchwork-Familien ein Problem. Der Verein "KiB Children Care" für erkrankte Kinder sowie die Arbeiterkammer orten Handlungsbedarf bei der Pflegefreistellung für Patchwork-Familien. Auch ein Elternteil, der nicht im gemeinsamen Haushalt lebt, sollte Anspruch auf Pflegeurlaub haben, forderte Vereinsgeschäftsführerin Elisabeth Schausberger am Donnerstag im Ö1-"Morgenjournal" eine Gesetzesänderung.

Der Verein "KiB Children Care" für erkrankte Kinder sowie die Arbeiterkammer orten Handlungsbedarf bei der Pflegefreistellung für Patchwork-Familien. Auch ein Elternteil, der nicht im gemeinsamen Haushalt lebt, sollte Anspruch auf Pflegeurlaub haben, forderte Vereinsgeschäftsführerin Elisabeth Schausberger am Donnerstag im Ö1-"Morgenjournal" eine Gesetzesänderung.

Auch AK-Arbeitsrechtsexpertin Silvia Hruska-Frank sieht "dringenden Anpassungsbedarf" an neue, moderne Familienverhältnisse. In Österreich gebe es schließlich 76.000 Patchwork-Familien. Laut einer Umfrage von "KiB Children Care" unter 1.000 Eltern würde jeder zweite Arbeitnehmer aus Angst um den Job davor zurückscheuen, Pflegeurlaub für das kranke Kind zu beantragen, hieß es in einer Aussendung.

Je kleiner das Unternehmen, desto stärker sei der Druck, sich nicht freizunehmen: 40 Prozent der Befragten in Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern wollten aufgrund von Personalmangel nicht zu Hause bleiben. Bei Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten waren es nur 27 Prozent.

80 Prozent der befragten Eltern würden sich weiters wünschen, dass sie ein Recht auf Pflegefreistellung haben, wenn das Kind im Krankenhaus ist. Dieser Anspruch bestehe derzeit nur bei einer medizinischen Notwendigkeit.