Erstellt am 01. Dezember 2012, 16:49

Planquadrat im Burgenland: 28 Jahre ohne gültigen Führerschein. Nicht nur Promillesünder sind der Polizei in der Nacht auf Samstag bei einem landesweiten Planquadrat im Burgland ins Netz gegangen.

In Eisenstadt stoppten Beamte einen Wiener, der schon seit 28 Jahren ohne gültigen Führerschein unterwegs war, teilte die Landespolizeidirektion mit. Bei den Kontrollen mussten diesmal acht Alkolenker ihren Führerschein abgeben.

Der 65-jährige Autofahrer aus der Bundeshauptstadt habe zwar einen "uralten" Führerschein dabei gehabt. Doch dieser war bis 1984 befristet. "Er hat nie beantragt, dass die Befristung aufgehoben wird", so Oberstleutnant Andreas Stipsits von der Landesverkehrsabteilung Burgenland zur APA. Den Gesetzeshütern erzählte der Mann, dass er in all den Jahren nie in eine Polizeikontrolle gekommen war.

Beim Planquadrat im Burgenland waren 62 Beamte im Einsatz. Neben den acht Führerscheinabnahmen wurden drei weitere Autofahrer angezeigt, die ebenfalls zu tief ins Glas geschaut hatten.

Am stärksten alkoholisiert war mit 1,54 Promille ein 35-Jähriger aus dem Bezirk Oberwart. Er war in Pinkafeld mit dem Wagen von der Straße abgekommen und hatte einen Unfall verursacht.

Ein 25-jähriger Autofahrer aus dem Bezirk Oberpullendorf hatte sein Fahrzeug "tiefer" gelegt und war mit sieben Zentimetern Bodenfreiheit sowie einigen anderen nicht genehmigten Umbauten unterwegs. Die Polizei zog die Kennzeichen und den Zulassungsschein ein. Der 25-Jährige hatte ebenfalls keine gültige Lenkerberechtigung.

Auch andere Mängel zulasten der Verkehrssicherheit fielen den Beamten auf: Im Mittelburgenland etwa war ein Ehepaar mit seinen drei Kindern im Alter von zwei, vier und sechs Jahren ohne Kindersitz im Wagen unterwegs.