Erstellt am 16. September 2015, 08:02

von APA Red

Polizei: Lage an Grenze "sehr ruhig". Der Flüchtlingsstrom über das Burgenland nach Österreich ist in der Nacht auf Mittwoch praktisch zum Erliegen gekommen.

 |  NOEN, APA/Herbert P. Oczeret
Im Vergleich zu den vorangegangenen Nächten sei es "sehr, sehr ruhig" gewesen, sagte eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Burgenland auf Anfrage. Es seien nur knapp 100 Flüchtlinge aufgegriffen worden.

Auch keine Probleme beim Weitertransport

Es hätten auch keine Flüchtlinge im Freien übernachten müssen, sagte die Sprecherin. "Es wurden alle untergebracht". Auch beim Weitertransport gebe es keine Probleme. In der Nacht habe es noch keine Grenzkontrollen gegeben, die Einführung des neuen Grenzregimes sei "im Laufen".

Die Bundesregierung hatte am Dienstagnachmittag eine Verordnung erlassen, die ab dem heutigen Mittwoch Grenzkontrollen an der ungarischen, italienischen, slowenischen und slowakischen Grenze vorsieht. In der Früh soll auch ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres im Grenzgebiet starten.

Nach der kompletten Schließung der serbisch-ungarischen Grenze am gestrigen Dienstag wird eine Umleitung der Flüchtlingsströme in Richtung Südösterreich erwartet. In der Früh wurde an der serbisch-kroatischen Grenze ein erster Flüchtlingsbus erwartet. Die serbischen Behörden haben in der Grenzstadt Sid bereits ein Aufnahmelager eingerichtet.