Erstellt am 02. April 2012, 09:31

Polizei rät Bikern zu Schutzkleidung und Vorsicht. Mit den frühlingshaften Temperaturen ist im Burgenland vor mehr als zwei Wochen auch wieder die Motorradsaison eröffnet worden. Zeitgleich berichtete die Sicherheitsdirektion über die ersten zum Teil schwer verletzten Biker.

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Vier Personen waren in nur einer Woche im März in Verkehrsunfälle verwickelt. Nicht nur die Überschätzung nach der langen Winterpause sei ein Problem, erklärte ein Polizist. Auch auf die richtige Kleidung werde besonders bei spontanen, kurzen Ausflügen nicht viel Wert gelegt.

Auf dem Sozius eine Frau in Jeans und Lederjacke, Turnschuhe und selbstverständlich der Helm. Vorne lenkt ein Mann mit Schlapfen ein Motorrad. Zwar sei dies ein seltenes Bild, dennoch gibt es laut Exekutive "nichts, was es nichts gibt". Verpflichtend ist bei den Bikern nur der Helm. Dennoch rät die Polizei "dringendst", nur mit entsprechender Schutzkleidung loszufahren.

"Das Beispiel mit den Schlapfen ist ein besonders krasses. Hier muss man nämlich bedenken, dass man den Fuß ja zum Schalten braucht. Dann funktioniert etwas nicht, man schaut runter und fragt sich, aha, was ist los. Das erzeugt enorme Unkonzentration und ist für einen Motorradfahrer verheerend", erklärte ein Beamter. "Die wichtigste Frage ist, wie sehr achte ich als Lenker oder auch Mitfahrer auf meine Gesundheit."

Wichtig sei für den Saisonstart bzw. die ersten Ausfahrten im Frühjahr, dass man sich "langsam vorantastet". Touren sollten geplant sein. "Nicht nach dem Motto: 'Jetzt hätt' ich dann ein, zwei Stunden zwischendurch Zeit' handeln", warnte der Polizist. Außerdem seien für eine Motorradfahrt sowohl körperliche als auch geistige Fitness enorm wichtig. "Mann muss immer bedenken, dass die Knautschzone der Helm ist und nicht die Motorhaube. Nicht nur das eigene, sondern auch jedes Fehlverhalten eines Autolenkers wirkt sich auf den Motorradfahrer aus", erklärte der Beamte.