Erstellt am 25. Juni 2011, 05:44

Postler können weiterhin zu Polizei wechseln. Was vor dem Sommer 2009 noch wie eine Utopie klang, wurde wenig später Realität. Mittlerweile sind rund 300 ehemalige Mitarbeiter von Post und Telekom zur Polizei gewechselt - 1.000 könnten es aber sein.

Postler zur Polizei? Was vor dem Sommer 2009 noch wie eine Utopie klang, wurde wenig später Realität. Mittlerweile sind rund 300 ehemalige Mitarbeiter von Post und Telekom zur Polizei gewechselt - 1.000 könnten es aber sein. Beamtenministerin Heinisch-Hosek verwies  auf die Jobbörse für den öffentlichen Dienst.

Bisher wechselten 300 frühere Post- bzw. Telekom-Mitarbeiter in den Dienst des Innenministeriums. Bei der Polizei übernehmen sie Verwaltungstätigkeiten und unterstützen dadurch Polizisten, die stattdessen im Außendienst unterwegs sein können. 17 Personen gingen ins Justizressort und assistieren Staatsanwälte und Personal im Bereich der Wirtschaftskriminalität und Korruptionsbekämpfung - hier ist laut Heinisch-Hosek noch eine Verdoppelung des Personals möglich.

"Überschüssiges" Personal verzeichnet auch das Verteidigungsressort, sodass 100 Beamte ins Finanzministerium gewechselt sind. Sie unterstützen dort die Bekämpfung illegaler Beschäftigung, des illegalen Glücksspiels und die Betrugsbekämpfung. Wechseln könnten vom Verteidigungsministerium weitere 400 Beamte, hieß es. "Postler zur Polizei, das war erst der Anfang", so Heinisch-Hosek. Nach diesem ersten Schritt sollen die Transfers fortgesetzt werden, denn die interne Mobilität im Bundesdienst bringe jährlich 30 Mio. Euro und erspare rund 700 Neuaufnahmen.

Bei der Post rechnete man ursprünglich jedoch mit einer höheren Zahl an Wechselwilligen. "Wir hatten uns für den Wechsel von Postbeamten in Ministerien doch deutlich höhere Erwartungen gesetzt und müssen feststellen, dass wir diese nicht erreicht haben", meinte Pölzl. Trotzdem halte man an diesem Programm weiter fest.

Im Innenministerium spricht man unabhängig von den Zahlen von "Erfolg", schließlich könne dadurch den ehemaligen "Postlern" eine Perspektive geben werden und die Polizisten würden in ihren Aufgaben unterstützt.