Erstellt am 27. Januar 2012, 13:23

Putzfrau räumte Schmucklade aus - 70.500 Euro Schaden. Für eine 38-jährige Hausangestellte aus Ungarn, die seit Juni 2011 mehrmals in die Schmucklade ihres Arbeitgebers gegriffen haben soll, haben am Donnerstag die Handschellen geklickt.

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Die Frau wird verdächtigt, Juwelen, Ringe und teure Uhren im Wert von 70.500 Euro gestohlen und diese bei Pfandleihhäusern und einem Schmuckhändler in Ungarn versetzt zu haben. Allerdings hat sie dafür nur rund 7.600 Euro erhalten, erzählte Karin Hirczy-Hirtenfelder vom Landeskriminalamt Burgenland, Außenstelle Oberwart, am Freitag.
 
"Die Frau war ganz schön geschockt, als sei bei der Einvernahme erfahren hat, dass sie um einiges mehr für den Schmuck bekommen hätte", schilderte die Ermittlerin. Als Motiv nannte die Verdächtige Geldsorgen.
 
"So richtig aufgefallen ist dem Besitzer das Ganze erst Anfang November, als eine bestimmte Uhr nicht mehr da war. Im ersten Moment dachte man allerdings, dass die Uhr nur verlegt wurde", sagte die Kriminalistin.
 
Der Besitzer schaltete die Polizei ein und installierte eine Überwachungskamera. "Der erste Versuch, den Täter dadurch auszuforschen scheiterte. Deshalb wurde später auch noch eine weitere Kamera von einem Privatdetektiv aufgebaut." Durch das "geniale Zusammenspiel" mit ungarischen Polizisten und der Aufzeichnungen der Kamera, wurde die Frau am Mittwoch als mutmaßliche Diebin überführt, so Hirczy-Hirtenfelder.
 
"Auf dem Video war die Angestellte zu sehen, wie sie am Tag zuvor in die Schmucklade griff." Die Verdächtige zeigte sich bei ihrer Einvernahme zum Teil geständig. Sie gab zu, einen Teil des fehlenden Schmuckes gestohlen zu haben. Die 38-Jährige wurde in die Justizanstalt Wr. Neustadt gebracht, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland.