Erstellt am 08. Februar 2012, 16:33

Quartett belieferte Bordelle mit Drogen im Wert von 1,7 Mio. Euro. Erfolgreiche Drogengeschäfte haben zwei Männer aus Ungarn und zwei Südburgenländer von 2007 bis Herbst 2011 gemacht.

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 Das Quartett dealte mit Suchtmitteln im Wert von 1,7 Mio. Euro, teilte die Sicherheitsdirektion Burgenland am Mittwoch mit. Die Männer (sie wurden bereits rechtskräftig zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, Anm.) haben hauptsächlich Bordelle und Nachtlokale im Südburgenland, in der Steiermark und in Ungarn beliefert.
 
Die Drogen, rund zwölf Kilogramm Kokain, 96 Kilogramm Cannabis, 120.000 Stück Ecstasy-Tabletten sowie mehrere Kilogramm Amphetamine, wurden hauptsächlich an den Grenzübergängen Heiligenkreuz und Heiligenbrunn von Ungarn nach Österreich geschmuggelt. Bei einer Lieferung von zwei Kilogramm Speed klickten für die beiden ungarischen Staatsbürger die Handschellen.
 
Die beiden Österreicher, Vater und Sohn, waren den Beamten bereits bekannt, so ein Ermittler. Im Juni 2010 waren die beiden in eine blutige Auseinandersetzung in einem Bordell in Wörtherberg (Bezirk Güssing) verwickelt. Der Vater wurde im vergangenen Mai wegen versuchten Totschlags zu sechs Jahren unbedingter Haft verurteilt. Der Sohn erhielt eine einjährige Haftstrafe. Er wurde damals bedingt entlassen, da ihm auf seine einjährige Haftstrafe jene elf Monate angerechnet wurden, die er in Untersuchungshaft verbrachte.
 
Die vier verurteilten Männer befinden sich in der Justizanstalt Eisenstadt, hieß es von der Polizei. 31 weitere Personen wurden angezeigt. Gegen weitere mutmaßliche Drogenbandenmitglieder wurden internationale Haftbefehle erlassen.