Erstellt am 28. April 2015, 14:53

Rotkreuz-Helfer Guger reist nach Nepal. Am Mittwoch wird Rotkreuz-Mitarbeiter Johannes Guger via Genf nach Nepal reisen. Guger ist Experte des Suchdienstes. Der Burgenländer kümmert sich um die Zusammenführung getrennter Familien.

Mag. Johannes Guger, Bereichsleiter Jugend im Österreichischen Roten Kreuz.  |  NOEN, Österreichisches Rotes Kreuz
„Das erste, das Menschen bei einer Katastrophe machen, ist flüchten“, so Guger. „Oft werden dabei Familien voneinander getrennt, Kinder verlieren im Chaos ihre Eltern. Wir sorgen dafür, dass sich diese Familienmitglieder wiederfinden“, betont Guger.

„Konzentrieren uns Kinder, Ältere und Kranke“

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), für das Johannes Guger jetzt in den Einsatz geht, ist unter anderem darauf spezialisiert, Menschen zu finden, die in bewaffneten Konflikten oder nach Naturkatastrophen ihre Angehörigen verloren haben.

Gesucht wird mit unterschiedlichen Methoden. Das IKRK versucht mit Satellitentelefonen Kontakt zu Vermissten aufzubauen, es setzt Online-Datenbanken zur Suche ein und gleicht in mühsamer Handarbeit Listen von registrierten Personen in Notunterkünften ab.
 
„Bei unserer Arbeit konzentrieren wir uns ganz stark auf die Suche von Kindern, älteren Menschen und Kranken, weil diese unsere Hilfe und den Kontakt zu ihren Angehörigen am dringendsten brauchen“, sagt Guger, der bereits nach dem Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 einen derartigen Einsatz absolviert hat.