Erstellt am 04. Februar 2015, 16:18

Rund 1.000 Soldaten üben im Südburgenland. Von 2. bis 6. Februar 2015 richtet das Jägerbataillon 19 die Übung ,,PALASD 15" aus. Dabei üben ca. 1.000 Soldatinnen und Soldaten den Einsatz in Krisengebieten, ähnlich dem Kosovo oder Bosnien und Herzegowina.

 |  NOEN, GUNTER PUSCH (BUNDESHEER)
"Wir haben ein Szenario aufgesetzt, in dem sich ein österreichisches Kontingent in einem internationalen Einsatz befindet. Die Soldaten üben die Phase der Stabilisierung", so Bataillonskommandant Oberstleutnant Thomas Erkinger.

Das wird unter anderem von den Soldaten gefordert: Die Kampfzone rund um Güssing mit Hubschraubern zu erkunden, die Lage zu stabilisieren sowie Konfliktparteien zu trennen. Die Phase der Stabilisierung ist eine von fünf Phasen, die durchlaufen werden, um militärische Kräfte in einem Krisengebiet zu installieren. Das Jägerbataillon 19 übt in dieser Woche die Stabilisierung, also für Schutz und Ordnung in einer Konfliktregion zu sorgen.

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Übungsannahme: Kampf gegen Rebellen

Das Szenario: Rebellen besetzen ein Dorf und bedrohen die dort lebende Minderheit. Soldaten beurteilen die Lage und versuchen, den Widerstand der Rebellen zu brechen. Dazu werden unter anderem Kampf- und Schützenpanzer, Hubschrauber, Pioniermaschinen sowie 250 Räderfahrzeuge eingesetzt. "Wir nutzen außerdem moderne Simulationstechnik, um möglichst realitätsnah zu üben", sagt Erkinger.

Die Übungsteilnehmer kommen vom Jägerbataillon 19 aus Güssing (etwa 600), von der 3. Panzergrenadierbrigade aus Mautern (180), der Garde aus Wien (170), der Militärpolizeikompanie aus Graz (10) sowie dem Luftunterstützungsgeschwader aus Langenlebarn (5). Der Großteil der Soldaten sind Grundwehrdiener (rund 500). Darüber hinaus nehmen rund 370 Berufs- und etwa 130 Milizsoldaten teil.

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Größte Übung der vergangenen Jahre

Insgesamt trainieren rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten. Oberstleutnant Erkinger: "Es ist sicher die größte Übung, die in den vergangenen Jahren im Südburgenland stattgefunden hat, vor allem, seit wir in der neuen Kaserne in Güssing sind." Mit dieser Übung überprüft das Jägerbataillon 19 den Ausbildungsstand seiner Berufssoldaten, Grundwehrdiener und Milizsoldaten und vermittelt ihnen internationale Einsatzszenarien. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit anderen Waffengattungen wie Pionieren, Panzer und Hubschraubern trainiert.

Das Jägerbataillon 19 ist seit März 2014 in der Montecuccoli-Kaserne, der modernsten Kaserne Europas, stationiert. Ausbildungsanlagen wie ein Multifunktionsturm, eine Kampfbahn und ein Checkpoint ermöglichen ein umfassendes und effizientes Training. Eine wesentliche Aufgabe des Jägerbataillons 19 ist die Aufstellung und Ausbildung von Kaderpräsenzsoldaten, die für internationale Einsätze bereitstehen.