Erstellt am 24. Februar 2012, 13:55

Sicherheit in öffentlichen Gebäuden: Polizei gibt Tipps. Öffentliche Gebäude wie Gemeindeämter, Kindergärten, Schulen oder Feuerwehrhäuser sind tagsüber leicht zugänglich, aber in der Nacht meist unbesetzt. Dies ruft auch im Burgenland gelegentlich Einbrecher und andere Kriminelle auf den Plan.

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Gemeindereferat und Landespolizeikommando haben deshalb eine Broschüre mit Sicherheitstipps veröffentlicht.
Leiter kommunaler Einrichtungen können sich an die Exekutive wenden und ein kostenloses Beratungsgespräch vereinbaren, erklärte Landespolizeikommandant Nikolaus Koch bei der Präsentation am Freitag in Eisenstadt: "Die Beratung wird auf die individuellen Bedürfnisse der Lokalitäten, die es zu schützen gilt, hingetrimmt." Eine Begehung soll Schwachstellen aufzeigen. Danach wird ein Katalog mit Empfehlungen erstellt.

Oft würden schon einfache Dinge helfen - etwa das Schließen von Fenstern und das Absperren von Büros, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V). Empfohlen wird auch, Wertsachen nicht auf Tischen herumliegen zu lassen. Ist davon auszugehen, dass ein Gespräch kritisch verläuft, sollte man nicht alleine sein. Mitarbeitern, etwa im Gemeindeamt, wird geraten, sich für kritische Situationen ein Codewort auszumachen.

Ein großes Anliegen sei der Schutz der Menschen in öffentlichen Einrichtungen, so Koch. Im Burgenland habe man noch den Vorteil, dass fast alle Leute, die vorsprechen, ihren Gesprächspartnern bekannt seien: "Sollte es trotzdem zu Schwierigkeiten kommen, ersuchen wir, dass sie uns rechtzeitig informieren." Es bestehe außerdem die Möglichkeit von Präventions- und Streitschlichtungsgesprächen, wenn es einmal zu einer harten Auseinandersetzung komme.

"Wir betreiben zur Zeit intensives Amoklagentraining mit unseren Mitarbeitern. Wir investieren in diesen Bereich über 170.000 Stunden, um gemeinsam gewisse Szenarien durchzuspielen, die in öffentlichen Gebäuden stattfinden können", erläuterte Koch. Dass die Polizei zur Hilfe in ein Amt geholt werden müsse, komme hin und wieder vor.

Für das Landhaus gebe es ein eigenes Sicherheitskonzept, rund um die Uhr sei ein Dienst gewährleistet, sagte Steindl. Die Sicherheitsbroschüre wird in Gemeindeämtern, bei Ortsfeuerwehren, Polizeidienststellen und im Amt der Landesregierung aufgelegt.