Erstellt am 20. Oktober 2012, 15:43

Sido attackiert "Chili"-Chef Dominic Heinzl. Der ORF beendet die Zusammenarbeit mit "Die Große Chance"-Juror Sido: Das gab der Sender am Samstag nach der ersten Liveshow des Talentecastings bekannt.

epa03298746 Paul Hartmut Wuerdig alias Sido performs during the Openair music festival in Frauenfeld, Switzerland, late 06 July 2012. The 18th OpenAir Frauenfeld takes place from 6 to 8 July 2012. EPA/ENNIO LEANZA  |  NOEN, ENNIO LEANZA (KEYSTONE)
Sido war nach Ende der Sendung mit "Chili"-Chef Dominic Heinzl noch auf der Bühne aneinandergeraten. Laut ORF eskalierte das "seit langem angespannte Verhältnis" zwischen Sido und Heinzl. Der Juror sei "verbal ausfällig" geworden, "und nachdem Securities versuchten, die Situation zu bereinigen, attackierte er Dominic Heinzl mit der Faust", so der ORF in einer Aussendung. "Vor zahlreichen Augenzeugen wurden die beiden getrennt und Dominic Heinzl setzte seine Interviews mit Kandidaten fort."

ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner habe "aufgrund dieser Vorfälle entschieden, die Zusammenarbeit mit Sido zu beenden", hieß es. "Ich bin extrem enttäuscht, da ich Sido als Künstler, Juror und auch als polarisierende Persönlichkeit schätzen gelernt habe. Auch wenn gegenseitige Provokationen unintelligent sind und auch wenn man seine Lebensgeschichte mit in Betracht zieht und respektiert, so ist aber dann die Grenze erreicht, wenn es gewalttätig wird. Gewalt ist indiskutabel! Wir tolerieren derartiges Verhalten nicht und beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit", betonte Zechner.

Wer Sido in der Jury von "Die große Chance" nachfolgt, soll in den nächsten Tagen entschieden werden, so der ORF. Der Vorfall wird am Samstagabend auch in Dominic Heinzls Sendung "Chili" aufgearbeitet.