Erstellt am 27. Dezember 2011, 13:15

Silvesterknallerei bereitet Tieren nervenaufreibende Stunden. Die Silvesterfeierlichkeiten, gekrönt von zahlreichen Feuerwerken, sind für Tiere ein nervenaufreibendes Spektakel. Sowohl Haustiere wie Hunde und Katzen, als auch Puten, Hühner oder Schweine erleben stressige Stunden, die oft mit Verletzungen und manchmal sogar mit dem Tod für das Tier enden können.

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Burgenlands Umweltanwalt Hermann Frühstück appellierte deshalb am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt, Knallkörper mit Maß und Ziel abzuschießen.

Die ersten Böller werden am 31. Dezember nicht kurz vor Mitternacht, sondern meistens bereits am frühen Nachmittag geschossen. Ab diesem Zeitpunkt werden viele Tiere unruhig, Hunde geraten in "höhere Alarmbereitschaft", erläuterte Tierschutzombudsfrau Gabriele Velich. Beruhigen sollte man den Vierbeiner allerdings nicht, denn dann würde das Tier seine Angst bestätigt bekommen, so die Tierärztin.

Viel mehr sollte man einige Vorkehrungen treffen, um dem Tier die Situation erträglicher zu machen. Die etwaige abendliche, letzte "Gassirunde" sollte am besten vorverlegt werden. "Oder man fährt mit dem Hund in ein Gebiet, wo noch nicht geschossen wird", erklärte Velich. "Außerdem sollte man im Haus selber ruhige Musik spielen, einfach um die Knallerei zu übertünchen."

Bei besonders hysterischen Hunden empfiehlt die Tierschutzombudsfrau, sich rechtzeitig beim Veterinär zu melden und den Vierbeiner medikamentös zu beruhigen. Besitzern von freilaufenden Katzen rät Velich, die Tiere ab der Mittagszeit im Haus einzusperren.

In größeren Ställen kommt es durch die nervliche Belastung an Silvester relativ häufig zum Tod von Tieren, erklärte Robert Fink, Geschäftsführer des Tiergesundheitsdienstes. Grund dafür seien die begrenzten Räumlichkeiten. "Das nächste Hindernis ist sehr bald erreicht. Wenn diese Tiere in Fluchtsituationen panisch sich wegbewegen wollen, stoßen sie bald entweder an eine Mauer oder an einen Zaun." Dann werden die vordersten Tiere häufig von den nachfolgenden erdrückt und sterben durch Ersticken.