Erstellt am 22. Oktober 2013, 11:20

Slowakische Täter benutzten Burgenland als Transitroute. Ein schwerer Schlag gegen einen von der Slowakei aus agierenden internationalen Suchtgiftring gelang Beamten des Landeskriminalamtes Burgenland nach monatelangen Ermittlungen.

 |  NOEN, © Landespolizeidirektion Burgenland
Die Täter erzeugten dieses hochprozentige Methamphetamin, das bereits beim ersten Konsum zur Abhängigkeit führen kann, in einem modernst eingerichteten Labor in der Westslowakei. Danach schmuggelten sie diesen äußerst gefährlichen Stoff, von den Konsumenten kurz PICO genannt, bei Kittsee über die Grenze nach Österreich und auf der A 6 durch das Burgenland nach Wien. Als Lieferanten agierten drei slowakische Staatsbürger im Alter zwischen 43 und 28 Jahren sowie eine 18-jährige Slowakin. Den Vertrieb für die Szene in Wien übernahm ein 36-jähriger Mann, der ebenfalls aus der Slowakei stammt.

Kuriere überwacht
 
Nach umfangreichen Erhebungen hatte in Erfahrung gebracht werden können, dass für den 4. September 2013 über den Grenzübergang Kittsee ein neuerlicher Transport von „PICO“ geplant war. Die Fahnder des Landeskriminalamtes observierten die vier Kuriere und „begleiteten“ sie nach Wien, wo sie bereits von ihrem Abnehmer erwartet wurden. Kurz vor Mitternacht schlugen dann die Kriminalisten bei der Übergabe im sechsten Wiener Gemeindebezirk zu.

Drei Lieferanten sowie der Kopf der Bande (36), der in einem Mercedes CLK saß und eine geladene Pistole der Marke Makarov sowie zwei Gaspistolen bei sich hatte, konnten festgenommen und in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert werden. Ein Täter, 28, wurde auf freiem Fuß angezeigt.

76 Gramm Methamphetamin im Wert von ca. € 7.000.- samt den Pistolen wurden beschlagnahmt, der PKW sichergestellt. Einem Täter (28) konnte aufgrund von DNA-Spuren ein Wohnungseinbruch in Wien 19, den er im März dieses Jahres begangen hatte, nachgewiesen werden.