Erstellt am 06. August 2013, 08:25

Sonne und Hitze bringen hohe Ozonbelastung mit sich. Die anfängliche Freude über das Hochsommerwetter lässt nun doch bei weiten Teilen der Bevölkerung deutlich nach.

Mit der dritten und nun ziemlich hartnäckigen Hitzewelle des heurigen Jahres werden die Schattenseiten der mediterran anmutenden Witterung immer deutlicher. Zu diesen zählt auch die Schadstoffbelastung der Luft. Bereits am vergangenen Wochenende wurde im östlichen Flachland stellenweise die Warnschwelle von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten. Auch in der kommenden Woche werden hohe Ozonwerte laut Wetterdienst UBIMET ein Thema sein.

Ungesunde Veränderung des Sauerstoffs
Ozon ist eigentlich nur eine besondere Form des Sauerstoffs, bei der allerdings jeweils drei statt der sonst üblichen zwei Sauerstoffatome zu einem Molekül zusammengefasst sind. Im Vergleich zu normalem Sauerstoff enthält Ozon mehr chemische Energie, die erst einmal zugeführt werden muss, um es entstehen zu lassen. „Ozon ist uns in höheren Luftschichten sehr willkommen, da Ozon hier die UV-Strahlung teilweise von der Erdoberfläche abghält“, so Meteorologin Susanne Danßmann von UBIMET. „Der längerwellige Anteil der UV-Strahlung dringt aber durch und kann auch nahe des Erdbodens Sauerstoff in Ozon umwandeln“.

Zutaten für die Ozonentstehung
Damit bodennahes Ozon entsteht, benötigt man nicht nur die Sonnenstrahlung, es spielen vor allem auch Bestandteile der Abgase von Autos und Industrie eine Rolle. „Diese chemischen Reaktionen laufen generell mit steigender Temperatur beschleunigt ab, neben dem vielen Sonnenschein erhöht daher auch die derzeitige Hitze die Ozonbelastung“, so die UBIMET-Wetterexpertin. Da sich die Temperaturen im Flachland bis Donnerstag wieder rekordverdächtigen Werten annähern, ist weiterhin mit hohen Ozonwerten zu rechnen.

Dicke Luft auch am Stadtrand
Paradoxerweise sind Substanzen in den Abgasen auch für den Ozonabbau verantwortlich. Solange die Sonne scheint, überwiegt aber die Entstehungsreaktion und die Ozonkonzentration nimmt zu. Am Abend bildet sich dann kein neues Ozon mehr, in den Innenstädten bauen die Stickoxide das noch vorhandene ab. Anders sieht es am Stadtrand mit seiner vermeintlich „frischeren“ Luft aus, hier bleibt die Ozonbelastung bis in die Nacht hinein erhöht. „Da das Ozon die Schleimhäute reizt und dieser Effekt durch körperliche Anstrengungen noch verstärkt wird, sollte man sich derzeit beim Sport etwas zurückhalten“, raten die Wetterexperten von UBIMET.