Erstellt am 25. Juli 2011, 13:47

Spindelegger für verbales Abrüsten. Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger hat am Montag im Ö1-"Mittagsjournal" in Reaktion auf die Anschläge in Norwegen vor "Übertreibung" und "Hetze" gewarnt und ist für verbale Abrüstung in der österreichischen Politik eingetreten.

So sah man den neuen starken Mann der ÖVP in den vergangenen Tagen am häufigsten - telefonierend.HOLZNER/HOPI MEDIA  |  NOEN
"Man kann die FPÖ mit dem Täter nicht wirklich in Verbindung bringen", sagte Spindelegger, gefragt nach der Rolle der FPÖ für politische Radikalisierungstendenzen. Er meinte aber auch, dass Stimmungsmache dazu beitrage, "den Boden aufzubereiten für Gewalttaten".

Es sei im "Interesse aller", in dieser Hinsicht Zurückhaltung zu üben, betonte er. Einmal mehr ließ sich Spindelegger keine eindeutige Positionierung gegenüber der FPÖ als möglicher Koalitionspartner abringen. "Vor einer Wahl werden Sie von mir nicht hören, wie ich nach der Wahl etwas tun möchte." Ziel der Volkspartei sei es, Nummer eins zu werden. "Wir alle drei, als SPÖ, ÖVP, FPÖ, werden um den ersten Platz rittern", so der ÖVP-Obmann.