Erstellt am 11. August 2011, 09:58

Staatsbürgerschaft: 2011 starker Anstieg bei Einbürgerungen. Die Zahl der Einbürgerungen steigt wieder an. Im den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 wurde laut Statistik Austria an 3.420 Ausländer die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.

 Das waren um 656 Einbürgerungen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was einen Anstieg von knapp 24 Prozent bedeutet. Herkunftsland Nummer 1 der Neu-Österreicher ist Bosnien-Herzegowina.

   Auch wenn die Zahl der Staatsbürgerschaftsverleihungen heuer deutlich angestiegen ist, liegt man noch immer weit unter den Werten vergangener Jahre. 2009, also ein Jahr, in dem schon das rigidere Staatsbürgerschaftsrecht mit längeren Wartezeiten gültig war, gab es im ersten Halbjahr deutlich mehr Einbürgerungen als heuer, nämlich 4.243. Von Werten früherer Jahre ist man ohnehin weit entfernt. 2003 waren insgesamt noch mehr als 45.000 Einbürgerungen vorgenommen worden.

   Es gab freilich auch heuer Länder, wo die Zahl der Verleihungen zurückging, nämlich das Burgenland (-33 Prozent), Kärnten (-25,5) und Salzburg (-4). Deutliche Zuwächse verzeichneten die großen Länder. In Niederösterreich stieg die Zahl der Einbürgerungen von 364 auf 595 (+63,5 Prozent), in Wien von 635 auf 1.014 (+60). Anlass für die Verleihungen war in der (knappen) Mehrheit der Fälle ein Rechtsanspruch.

   Die Eingebürgerten waren im Schnitt rund 25,8 Jahre alt, der Frauenanteil betrug 53,5 Prozent. Nach der bisherigen Staatsangehörigkeit betrachtet stellen Menschen aus Bosnien-Herzegowina die größte Gruppe der Neo-Österreicher (18,4 Prozent). Danach folgen Personen aus der Türkei (17,0) und dem Kosovo (8,6). Insgesamt wurden Bürger aus 98 verschiedenen Staaten eingebürgert.