Erstellt am 28. November 2011, 17:20

Strafverfahren gegen Aufsichtsräte. Im mutmaßlichen Korruptionsskandal um die Nationalbanktochter Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck (OeBS) hat die Justiz spektakuläre Schritte ergriffen.

Wie die Notenbank am Montagnachmittag mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft gegen die Kapitalvertreter des Aufsichtsrats ihrer Tochter OeBS aus formellen Gründen ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Kenntnis von Bestechung ausländischer Amtsträger im Zuge der Akquisition von Banknotendruckaufträgen eingeleitet.

Dem Aufsichtsrat der Notenbanktochter gehören auch Gouverneur Ewald Nowotny, Vize-Gouverneur Wolfgang Duchatczek sowie Peter Zöllner an.

Der Verdacht gründet sich auf Aussagen von ehemaligen OeBS-Mitarbeitern, die der Untreue beschuldigt sind. Im Verfahren geht es um fragwürdige Provisionen, die für Geschäftsanbahnungen geflossen sind.

Der OeNB-Aufsichtsrat wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in der Mitteilung entschieden zurück. Der Staatsanwaltschaft wurde zugleich volle Kooperation zugesichert.