Erstellt am 18. August 2011, 12:54

Treibstoffdieb nach Verfolgungsjagd festgenommen. in verdächtiger Slowake hat sich am Mittwoch eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der mutmaßliche Dieb brauste laut NÖ Sicherheitsdirektion mit bis zu 200 km/h auf der Ost-und Nordostautobahn (A4 und A6) in Richtung Slowakei und durchbrach eine Sperre beim Grenzübergang Kittsee, ehe er im Stadtgebiet von Bratislava - Petrzalka in einem Waldstück gestoppt werden konnte.

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Dort sprang der 28-Jährige aus dem Wagen und flüchtete zu Fuß, wurde aber von slowakischen Beamten unter Einsatz eines Diensthundes gefunden und festgenommen.

Der Aussendung zufolge ist der Mann des gewerbsmäßigen Diebstahls verdächtig. Er soll bei fünf Tankstellen - in Göttlesbrunn, Vösendorf, Bruck an der Leitha und Neusiedl am See - Treibstoff im Wert von 1.642 Euro entwendet haben, wofür er im Kofferraum Kanister mitführte. Für die Fahrten dürfte er entfremdete Kennzeichen verwendet haben. Unabhängig von den Delikten in Österreich war der 28-Jährige in seinem Heimatland mittels zweier Haftbefehle zur Fahndung ausgeschrieben. Nun wird er wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, Unterdrückung von Urkunden sowie wegen mehrfachen Widerstands gegen die Staatsgewalt der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

Gegen 9.00 Uhr hatte ein vorerst Unbekannter in Vösendorf (Bezirk Mödling) Treibstoff gestohlen, wobei allerdings sein Fahrzeug als verdächtig wiedererkannt wurde. Im Zuge der eingeleiteten Fahndung nahm die Autobahnpolizei Schwechat den Wagen wahr. Die Beamten folgten dem Pkw und wollten den Lenker unter Verwendung von Blaulicht und Anhalteboard stoppen, was dieser ignorierte. In der Folge raste der Verdächtige und versuchte mehrmals, den Dienstwagen abzudrängen, und ließ sich auch durch ein weiteres Polizeifahrzeug nicht an der Flucht hindern, wobei er diverse Leit-Einrichtungen an der Autobahn beschädigte.

Burgenländische Kollegen wurden verständigt, die am Grenzübergang Kittsee mit Streifenwagen und mit Hilfe von Lkw-Lenkern eine Sperre errichtete. Dem Verdächtigen gelang es jedoch, zwischen einem Sattelzug und einem Dienstfahrzeug durchzubrechen. Nun wurde die Verfolgung grenzüberschreitend.

Slowakische Polizeiautos schlossen sich an, worauf der Flüchtende laut Aussendung noch risikobereiter und die Sicherheit gefährdend unterwegs war. Entgegenkommende Fahrzeuglenker mussten zum Teil nach rechts auf das Bankett ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Dann lenkte der Mann das Fahrzeug in ein Waldstück, von wo aus er zu Fuß das Weite suchte, bis er mit Unterstützung weiterer Streifen festgenommen werden konnte.