Erstellt am 13. August 2013, 12:44

Trockenheit - Rund 40 Mio. Euro Schäden im Burgenland. Trockenheit und die dadurch verursachte Dürre haben in der burgenländischen Landwirtschaft nach ersten Schätzungen einen Schaden von rund 40 Mio. Euro verursacht

APA13977276 - 02082013 - RAASDORF - …STERREICH: Maispflanzen auf einem dŸrren Acker im Marchfeld in Niederšsterreich am Freitag, 2. August 2013. Die anhaltende Trockenheit macht der Landwirtschaft in …sterreich stark zu schaffen. APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER  |  NOEN, ROLAND SCHLAGER (APA)
Flächenmäßig wurden rund 40.000 bis 45.000 Hektar in Mitleidenschaft gezogen, so Wolf Reheis, der Leiter der Pflanzenbauabteilung. Betroffen seien im Prinzip alle Kulturen, die jetzt im Herbst zu ernten wären. Am schlimmsten betroffen sei wahrscheinlich Mais, da er mit rund 27.000 Hektar die größte Gesamtanbaufläche aufweise.

Teil- und Totalausfälle stehen an der Tagesordnung

"Wir schätzen, dass der Mais von der Gesamtfläche zu etwa 40 bis 50 Prozent geschädigt ist", so Reheis . Das Ausmaß reiche dabei vom Teil- bis zum Totalausfall. Auch Sojabohne, Sonnenblume sowie Zuckerrüben und der Ölkürbis seien von den Folgen der Trockenheit betroffen.
Im Burgenland werden rund 188.000 Hektar Fläche landwirtschaftlich genutzt, davon 156.000 Hektar als Ackerfläche sowie 15.000 Hektar für Obstbau und Weingärten.

Auch der Obstbau erlitt schwere Schäden

"Wir haben schwere Schäden auch im Obstbau bei Holunder und Äpfel", berichtete Reheis. Beim Wein seien die jungen Lagen gefährdet, weil sie noch nicht über ein weitreichendes Wurzelsystem verfügten und deshalb der Trockenheit stärker ausgeliefert sind. Beim Grünland sei der erste Schnitt noch dem ersten Schnitt noch halbwegs ertragreich gewesen, danach lag die Ausbeute zwischen Null und Zwanzig Prozent der normalen Nutzung.

Nachdem noch nicht feststehe, wie die Hilfen für die betroffenen Bauern abgewickelt werden, die im Ministerrat heute, Dienstag, beschlossen wurden, empfehle man den Landwirten, alles, was irgendwie auf Dürreschäden hinweise, zu dokumentieren, so Reheis. Dies könne etwa mit Fotos geschehen sowie mit Zukaufsmeldungen, wenn Futter zugekauft wird