Erstellt am 18. Januar 2013, 17:47

Trotz Schneechaos im Burgenland keine Verletzten. Der Winter hat den burgenländischen Feuerwehrleuten seit Mittwochnacht arbeitsreiche Stunden beschert.

APA11038836-2 - 18012013 - PARNDORF - ...STERREICH: ZU APA 280 CI - Nach den Schneemassen der vergangenen Tage hat sich die Lage im Burgenland noch immer nicht entspannt. Besonders die Bezirke Neusiedl am See und Eisenstadt haben nun mit starkem Schneefall und Wind zu kämpfen. Im Bild: Feuerwehreinsatz am Freitag, 18. Jänner 2013, bei einem Unfall in der Nähe von Parndorf. +++ WIR WEISEN AUSDRÜCKLICH DARAUF HIN, DASS EINE VERWENDUNG DES BILDES AUS MEDIEN- UND/ODER URHEBERRECHTLICHEN GRÜNDEN AUSSCHLIESSLICH IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEFÜHRTEN ZWECK ERFOLGEN DARF - VOLLSTEURNDIGE COPYRIGHTNENNUNG VERPFLICHTEND +++ APA-FOTO: FF PARNDORF  |  NOEN, FF PARNDORF (APA)
Die Einsatzkräfte von mehr als 100 Ortsfeuerwehren mussten seither zu rund 270 Einsätzen ausrücken, hieß es aus der Feuerwehralarmzentrale (FAZ) am Freitag. Trotz der Masse an Unfällen wurde laut Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) niemand verletzt.

"Entlang der B50 zwischen Eisenstadt und Winden am See landeten viele Pkw und Lkw im Straßengraben, an manchen Tageszeiten war die Straße nicht durchgängig befahrbar. Die Sperre Eisenstadt-Schützen am Gebirge ist seit der Früh aufrecht", so ein Sprecher der FAZ am Abend. Auch auf der Ostautobahn A4 kam es zu Behinderungen, Ein- und Ausfahrten, etwa zwischen Weiden und Gols in Fahrtrichtung Ungarn, wurden gesperrt.

Die Feuerwehrleute waren laufend im Einsatz. "Kaum ist man mit der einen Fahrzeugbergung fertig, kommt die nächste rein. Es reißt einfach nicht ab", erzählte ein Feuerwehrmann. Die Feuerwehrmänner in Parndorf rückten am Freitag gegen 5.15 Uhr zum ersten Einsatz aus. "Wir konnten erst um 12.30 Uhr die erste Pause einlegen, zuvor ging es Schlag auf Schlag mit Unterbrechungen von maximal zehn Minuten", schilderte Kommandant Gerald Kammerhofer.

Der Wind und die starken Schneefälle erschwerte vielen der Einsatzkräften die Arbeit. "Außerdem fahren manche Autofahrer derart knapp an uns vorbei, dass es auch gefährlich werden kann. Die meisten sind jedoch recht vorsichtig unterwegs", so Kammerhofer.

Der Kälte trotzten die Feuerwehrleute mit ihrer Schutzkleidung. "Wir sind gut angezogen, da kann man einige Zeit draußen arbeiten", erzählte der Kommandant. Schichtwechsel unter den 15 Mann, die im Einsatz waren, habe man nicht aufgrund von Erschöpfung, sondern wegen den normalen Jobs, denen die Feuerwehrmänner nachgehen müssen, gemacht.

Sollte jedoch die Kraft ausgehen oder das Schneechaos durch die Wehren alleine nicht mehr zu bewältigen sein, stehen Grundwehrdiener in Bereitschaft. "Wir halten weiterhin in Bruckneudorf und in Eisenstadt Kräfte - Assistenzzüge mit Grundwehrdienern - bereit", so Oberstleutnant Wolfgang Gröbming vom Militärkommando Burgenland.

Freiheitliche und ÖVP wiesen in Presseaussendungen auf die Unterstützung der Grundwehrdiener hin und rührten für die Bundesheer-Volksbefragung am Sonntag aus gegebenen Anlass noch einmal die Werbetrommel. "Einmal mehr zeigt sich, dass unsere Soldaten dort helfen, wo andere nicht mehr können", sagte ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits. Die FPÖ meinte, dass ohne Grundwehrdiener "ein Einsatz dieser Art bzw. Größe so nicht möglich wäre".

Der Einsatz der Grundwehrdiener hielt sich am Freitag jedoch in Grenzen. Laut Gröbming waren von 11 bis 17 Uhr lediglich zwei Grundwehrdiener sowie zwei Zivilbedienstete mit Bagger und Schaufel im Kampf gegen die Schneemassen in Neusiedl am See unterwegs.