Erstellt am 29. Juni 2016, 13:06

von Wolfgang Millendorfer

Weniger Unfälle: Polizei setzt auf Bewusstseinsbildung . Tiefstand an Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Um die Zahl weiter zu senken, verfolgt das Landespolizeikommando eine gezielte Strategie.

Unfallbilanz: Landespolizeidirektor-Stellvertreter Christian Stella und Andreas Stipsits von der Landesverkehrsabteilung (v.l.).  |  Wolfgang Millendorfer

Laufende Verkehrskontrollen, verbesserte Fahrzeugtechnik, aber auch die Vernunft der Lenker haben aus Sicht des Landespolizeikommandos den Ausschlag gegeben, dass in der Verkehrsstatistik 2015 mit 768 Unfällen mit Personenschaden der niedrigste Wert seit mehr als zehn Jahren erreicht werden konnte.

Landesverkehrsabteilung Polizei

„Diese Zahl ist aus unserer Sicht aber immer noch zu hoch, weshalb weitere Maßnahmen getroffen werden“, fasste Landespolizeidirektor-Stellvertreter Christian Stella bei der Präsentation der Zahlen zusammen.

Als Beispiel nennt Andreas Stipsits von der Verkehrsabteilung die angekündigten Planquadrate: „Durch Kontrollen und Bewusstseinsbildung wurde wesentlich dazu beigetragen, dass auch die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss gesenkt werden konnte.“

So wurden 17 Prozent der Unfälle unter Alkoholeinfluss verursacht. Während hier statistisch vor allem männliche Lenker über 40 Jahre als problematisch auffallen, werden unter den jungen Erwachsenen immer mehr Drogenlenker erwischt.

Ablenkung als Hauptursache

Im Vorjahr verzeichnete das Landespolizeikommando im burgenländischen Straßenverkehr 977 verletzte Personen und leider auch 24 Verkehrstote. Die meisten Unfälle ereigneten sich im Bezirk Neusiedl am See, gefolgt von den Bezirken Oberwart und Eisenstadt (siehe Grafik).

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Bei den Hauptursachen für Unfälle liegt Unachtsamkeit mit rund einem Drittel an erster Stelle. Durch laufende Radarkontrollen kam es im Vorjahr im Burgenland zu mehr als 36.000 Organstrafverfügungen.

In seiner Strategie setzt das Landespolizeikommando weiter auf Kontrollen, bei denen verdächtige Fahrzeuge und Lenker genauer in Augenschein genommen werden. Zugleich wird mit umfassenden Info-Kampagnen Präventionsarbeit geleistet.

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So können durch eine Kooperation mit den burgenländischen Schulen sämtliche Kinder- und Jugendliche erreicht und auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.