Erstellt am 06. Juli 2012, 11:15

Unwetter sorgten im Burgenland für Dutzende Feuerwehreinsätze. Nach einem Blitzschlag in Pamhagen (Bezirk Neudörfl) kam es zu einem Brand, die B52 zwischen Mörbisch (Bezirk Eisenstadt) und Rust war vermurt. In der Landwirtschaft hinterließen die Unwetter einen Schaden von 500.000 Euro.

Im Burgenland haben Unwetter am Donnerstagnachmittag zahlreiche Feuerwehreinsätze notwendig gemacht. Insgesamt waren 16 Feuerwehren ausgerückt. Sie hatten 63 Einsätze zu bewältigen, zog die Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland am Freitag Bilanz.

Die ersten Wehren wurden am Donnerstag gegen 16.45 Uhr im Seewinkel alarmiert. In Pamhagen (Bezirk Neudörfl) hatte ein Blitzschlag einen Dachstuhlbrand ausgelöst. Auch in St. Andrä, Illmitz und Tadten wurden die Feuerwehren zu Hilfe gerufen. Die Einsatzkräfte mussten auch umgestürzte Bäume beseitigen und zahlreiche überflutete Keller auspumpen.

Gegen 17.15 Uhr brach das Unwetter dann auch über das Mittelburgenland herein. Betroffen war vor allem der Großraum Oberpullendorf. Zu Einsätzen kam es in Stoob, Neutal, Oberpullendorf und Mitterpullendorf sowie Dörfl.

In Mörbisch (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) sorgten am Nachmittag mehrere starke Gewitterzellen für Starkregen und Hagel, berichtete die Feuerwehr. Binnen kürzester Zeit fielen enorme Regenmengen, mehrere Keller im Ortsgebiet wurden überflutet. Die Ortseinfahrt war wegen der Schlamm- und Wassermassen immer wieder gesperrt. Die B52 war zwischen Mörbisch und Rust an mehreren Stellen vermurt und erschwert passierbar.

Mit Hilfe eines Radladers der Straßenmeisterei wurde die Bundesstraße wieder frei gemacht. Die Feuerwehr machte die Ortseinfahrt von Mörbisch wieder passierbar. Die Feuerwehr Mörbisch war von 17.00 bis 22.30 Uhr mit vier Fahrzeugen und 25 Mitgliedern ausgerückt. Die letzten Einsatzkräfte rückten im Burgenland gegen 0.30 Uhr ein.

Nach ersten Erhebungen durch die Österreichische Hagelversicherung ist durch die Unwetter in der Landwirtschaft in den Bezirken Neusiedl am See und Oberpullendorf ein Schaden von rund 500.000 Euro entstanden. Vor allem Weinkulturen und Gemüse waren betroffen. Etwa 1.600 Hektar landwirtschaftliche Flächen wurden nach Angaben der Hagelversicherung in Mitleidenschaft gezogen.