Erstellt am 07. April 2015, 16:36

von APA/Red

Raubversuch im Burgenland erneut vor Gericht: Strafen bestätigt. Der versuchte Raubüberfall eines Trios 2013 auf einen 51-Jährigen im Südburgenland hat am Dienstag erneut einen Schöffensenat in Eisenstadt beschäftigt.

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Zwei Männer waren deshalb im Vorjahr zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Teile des Urteils wurden danach vom Berufungsgericht aufgehoben. Bei der Neuauflage fassten beide nun wieder eine fünfjährige Strafe aus.

Trio soll 51-Jährigen 2013 daheim überfallen haben

Zwei mittlerweile 37 und 24 Jahre alte Ungarn sowie ein 21-jähriger Österreicher - er war zur Tatzeit 19 Jahre alt - sollen im September 2013 in der Nacht und mit Sturmhauben maskiert in das Haus des 51-Jährigen in Stadtschlaining (Bezirk Oberwart) eingedrungen sein. Der Mann wurde mit Kabelbindern gefesselt.

Um sich zu retten, sprang er aus dem Fenster und landete dabei auf einer Betonoberfläche. Einem Gutachten zufolge hatte er bei dem versuchten Raub eine Kopfprellung, einen offenen Unterarmbruch sowie Prellungen und Hautabschürfungen erlitten.

Zwei Männer erneut zu fünf Jahren Haft verurteilt

Den Senat beschäftigte am Dienstag vor allem die Frage, ob die durch den Sturz bedingten Verletzungen den Angeklagten anzulasten seien, auch wenn sie ihm diese nicht selber zugefügt hatten. Das Gericht habe angenommen, dass es im Zuge des Anlegens von Kabelbindern zu Widerstandshandlungen komme, wobei der Eintritt einer schweren Körperverletzung nicht abwegig erscheine und auch von den Angeklagten in Kauf genommen worden sei, sagte der Vorsitzende Wolfgang Rauter.

Darauf beruhe auch der Schuldspruch. Das bewusste und gewollte Zusammenwirken der Angeklagten habe auch die Verantwortung für schwere Folgen beinhaltet.

Der dritte Komplize war im Vorjahr zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof hatte jedoch seine Nichtigkeitsbeschwerde verworfen. Der 21-Jährige wurde am Dienstag als Zeuge gehört.

Das neuerliche Urteil ist im Fall des 37-Jährigen rechtskräftig. Nicht rechtskräftig ist die Gerichtsentscheidung hingegen beim 24-Jährigen, der Nichtigkeitsbeschwerde einlegte.