Erstellt am 23. Februar 2013, 13:52

Vatikan klagt über Beeinflussungs-Versuche. Das Sekretariat des Vatikanstadt hat am Samstag erneut über Versuche geklagt, mit falschen Informationen die Kardinäle im Hinblick auf das Konklave für die Wahl eines Nachfolgers von Benedikt XVI. zu beeinflussen.

Europa, Italien, Rom, Vatikan, Petersplatz, Blick vom Petersdom auf die Piazza San Pietro mit ägyptischem Obelisk  |  NOEN, Melanie Viola
Der Vatikan verteidige die Freiheit des Kardinalskollegiums von jeglicher Beeinflussung, hieß es in einer Aussendung. Mit der Veröffentlichung unkontrollierter, oder gar falscher Informationen würde ein gravierender Schaden "für Personen und Institutionen" entstehen.

"Im Laufe der Jahrhunderte haben die Kardinäle verschiedenen Formen von Druck Stand halten müssen, mit denen man die Papst-Wahl beeinflussen wollte", so der Vatikan. Auch Staaten hätten versucht, den Ausgang der Papst-Wahl zu beeinflussen. Heute setze man auf die Beeinflussung durch die öffentliche Meinung aufgrund von Bewertungen, die nicht den typisch spirituellen Aspekt berücksichtigen, die die Kirche erlebe, hieß es.

Zuvor hatte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi Diffamierung und Falschinformationen beklagt, deren Ziel es sei, "Druck" auf die Kardinäle bei der Wahl eines neuen Papstes im Konklave auszuüben. Es würde genügend Personen geben, "die sich den Moment der Überraschung und Desorientierung schwacher Geister zunutze machen wollen, um Verwirrung zu säen und die Kirche und ihre Leitung in Misskredit zu bringen", schrieb Lombardi.

Es werde zudem "inakzeptabler Druck ausgeübt", um die Wahlentscheidung des einen oder anderen Mitglieds des Kardinalskollegiums zu beeinflussen. In den meisten Fällen aber hätten diejenigen, die diese moralischen Urteile abgäben, "nicht die geringste Autorität dazu". "Wer vor allem Geld, Sex und Macht im Kopf hat und die Welt an diesem Maße misst, der ist dann auch nicht imstande, die Kirche anders wahrzunehmen."