Erstellt am 26. August 2011, 10:55

Verfahren gegen Gabmann und Sardana eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat das Strafverfahren gegen Vorstandsdirektor Ernest Gabmann und den Geschäftsmann Rakesh Sardana wegen des Verdachtes der Untreue zum Nachteil der Flughafen Wien AG und der Abgabenhinterziehung eingestellt.

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Nach Abschluss der umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Niederösterreich sei kein strafbares Verhalten feststellt worden, teilte die Anklagebehörde am Freitag mit.

Aufgrund anonymer Anzeigen und eines Berichtes des Nachrichtenmagazins "Format" war Gabmann im Verdacht gestanden, durch "Freunderlwirtschaft" die Flughafen Wien AG am Vermögen geschädigt zu haben, indem er Geschäftslokale zu unangemessen niedrigen Mietzinsen und ohne vorherige öffentliche Ausschreibung an Sardana vergeben haben soll, so die Staatsanwaltschaft Korneuburg. Weiters soll der Vorstandsdirektor die Rückzahlung eines an den Geschäftsmann vergebenen Darlehens in Höhe von 700.000 Euro per Weisung eingestellt haben. Sardana wiederum soll Gabmann durch finanzielle Zuwendungen zu diesen Handlungen bestimmt haben. Eine weitere Anschuldigung lautete, dass in diesem Zusammenhang Abgaben hinterzogen worden sein sollen.

Die vorgeworfenen Handlungen seien durch Verträge gedeckt, das Darlehen sei zurückgezahlt, so die Staatsanwaltschaft Korneuburg zur Einstellung des Verfahrens. Für finanzielle Zuwendungen oder Abgabenhinterziehungen hätten sich keine Hinweise gefunden.

Gabmann hatte die im Frühjahr 2010 aufgetauchten Vorwürfe von Beginn weg als "unwahr und Schwachsinn" zurückgewiesen. Sardana sprach von einer "Hetzjagd". Er habe "sehr wohl an Ausschreibungen teilgenommen und sämtliche Zahlungen vereinbarungsgemäß getilgt".