Erstellt am 08. Oktober 2014, 11:25

Verlustanzeige ging nach hinten los: Polizei fand Suchtgift. Ein 18-jähriger Mann aus dem Bezirk Oberwart hat sich am Dienstag bei seinem Vorhaben, den Verlust seines Mopedführerscheins bei der Polizei anzuzeigen, selbst eine Anzeige eingehandelt.

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Der einschlägig wegen Suchtgiftdelikten bekannte Burgenländer sowie seine Freundin gestatteten den Beamten, im Pkw nachzusehen. Dort entdeckten sie Cannabiskraut in einer Kaugummidose versteckt, so die Polizei.

Der junge Mann, dem im August wegen Suchtgiftbeeinträchtigung der Führerschein abgenommen worden war, ließ sich am Dienstag von seiner 21-jährigen ebenfalls wegen Suchtgiftdelikten bekannten Freundin zur Polizei bringen. Bei der freiwilligen Nachschau fanden die Beamten auch in der Handtasche der Frau Suchtmittel in Form von Tabletten, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland heute, Mittwoch. Die beiden gaben zu, gemeinsam Cannabiskraut erworben, konsumiert und weitergegeben zu haben. Sie wurden angezeigt.

Auch ein 55-jähriger Grazer handelte sich als mutmaßlicher Suchtgifthändler eine Anzeige ein. Der Mann steht im Verdacht, seit 2011 im Bezirk Güssing Cannabisblüten im Wert von ca. 14.700 Euro in Umlauf gebracht zu haben.

Bereits seit längerer Zeit habe man gegen den Verdächtigen Erhebungen durchgeführt, so die Polizei. Bei einer Hausdurchsuchung am Dienstag stellten die Beamten zwei bereits geerntete Hanfpflanzen mit Blüten sowie Beweisgegenstände sicher. Der einschlägig vorbestrafte 55-Jährige soll die Cannabisblüten durch die Aufzucht von Hanfpflanzen in einem In- und Outdoorbereich selbst erzeugt haben, hieß es von der Exekutive.