Erstellt am 23. Juli 2013, 14:46

Veruntreuung seit den 1980er-Jahren. Eine 76jährige Südburgenländerin hat in ihrer Tätigkeit als Versicherungsvertreterin seit den 1980er-Jahren Gelder etlicher Kunden veruntreut.

Einen Teil der Gelder überließ sie ihrer 74jährigen Schwester und deren 48jährigen Tochter zur Finanzierung ihrer Lebensunterhalte.
 
Die 76jährige Versicherungsvertreterin war bis zum Jahr 2011 für eine Versicherungsgesellschaft im Raum Güssing und Oberwart tätig. Anfangs griff die Frau auf das Inkassokonto der Versicherungsgesellschaft zu. Kurze Zeit später fälschte die Frau Kundenunterschriften auf Kündigungsanträgen bzw. benützte sie bereits bei Vertragsunterzeichnungen unterschriebene Kündigungsanträge, um so uneingeschränkten Zugang zu den Verträgen zu haben. Mit den Geldern aus den Vertragskündigungen finanzierte sie ihren Lebensunterhalt bzw. stillte damit die Forderungen von Kunden, deren Verträge zur Auszahlung standen.

Die 74jährige Schwester und deren Tochter werden der Geldwäsche beschuldigt. Sie sollen über viele Jahre hinweg eine große Summe dieser wiederrechtlich erlangten Gelder zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes angenommen bzw. verwendet. Über die Herkunft der Gelder sollen sowohl die 74jährige als auch die 48jährige Bescheid gewusst haben. Die Ermittlungen sind bereits abgeschlossen. Die Verdächtigen wurden auf freiem Fuß an die Staatsanwaltschaft Eisenstadt angezeigt.