Erstellt am 02. Oktober 2015, 18:06

von APA/Red

VGT verlangt Schließung von Jagdgattern. Mit einem nachgebauten Jagdgatter und einem Hochstand hat der Verein gegen Tierfabriken (VGT) am Freitag in Eisenstadt gegen die im Burgenland erlaubte Gatterjagd - den Abschuss von Wildtieren in umzäunten Gehegen - protestiert.

Der Anblick dieses Gatterzaunes ärgert, da Wanderpfade damit abgeschnitten werden. Das Vorhaben des Malteser Ritterordens ist aber rechtlich abgesichert. Laut Bescheid der Bezirkshauptmannschaft muss der Zugang zu den Wegen für Wanderer gewährleistet werden.ENZMANN  |  NOEN
 Die Gatterjagd sowie die Jagd auf Zuchttiere, wie sie im Burgenland stattfinde, habe "in der heutigen Zeit keinen Platz mehr", sagte VGT-Obmann Martin Balluch.

Im Burgenland sei die Gatterjagd stark verankert. Laut einer Anfrage der Grünen gebe es insgesamt sieben umzäunte Gehege, in denen Wildtiere wie Wildschweine, Rothirsche und Damhirsche geschossen würden, argumentieren die Tierschützer. Allen voran würden sich der Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly und ein Wildtierhändler in diesem Metier engagieren. Außerdem gebe es zwei Zuchtgatter, die dazu dienten, möglichst große Trophäenträger zu erzeugen, für die hohe Preise verlangt würden.

Seitens der Landesregierung sei signalisiert worden, dass man bei einer Reform des Jagdgesetzes auch ein Verbot der Gatterjagd erwäge. Man bitte nun Landesrätin Verena Dunst (SPÖ), "Nägel mit Köpfen" zu machen": Wir brauchen ein absolutes Verbot der Jagd auf sämtliche Zuchttiere, auch auf ausgesetzte Fasane, und das bis spätestens Anfang 2016", stellte Balluch fest.