Erstellt am 12. Januar 2012, 11:40

Warten auf Eis am Neusiedler See. Der Winter lässt sich im Burgenland weiterhin Zeit, am Neusiedler See ist von einer Eisdecke für ein paar Runden auf Kufen weit und breit nichts zu sehen.

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Während die Seegemeinden, die die Eisläufer aus den Bundes- und Nachbarländern mit Schlittschuhverleih und Punschständen umsorgen, auf die Minusgrade warten, freuen sich die Betreiber der Kunsteisbahnen im Nordburgenland. Sowohl in Eisenstadt als auch in Mattersburg sind die Besucherzahlen deutlich gestiegen.

Seit Anfang Oktober hat das Allsportzentrum Eisenstadt seine Pforten für die Eisläufer geöffnet. Auf 2.500 Quadratmetern haben sich bis Dezember 52 Prozent mehr Wintersportler bewegt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, teilte Rathaussprecher Sebastian Handler der APA mit. Zurückzuführen sei dies, so vermute man, vor allem auf das fehlende Eis am Neusiedler See.

 Aber auch das Wetter spielt eine große Rolle, meinte Josef Moser von der Kunsteisbahn in Mattersburg: "Ich denke, dass das Plus in erster Linie auf den fehlenden Schnee und die milden Temperaturen zurückzuführen ist. Auch den Neusiedler See spüren wir natürlich stark. Außerdem ist das Eislaufen ja auch ein günstiges Vergnügen." Moser geht von einem Besucherplus von 15 bis 20 Prozent aus. Die Saison läuft seit Mitte November.

 In den Seegemeinden heißt es indes weiter warten und hoffen, so eine Sprecherin der Neusiedler Tourismus GmbH. Die fehlenden Eisläufer spüren nicht nur die "Standler", sondern auch die Gastronomiebetriebe. Schließlich würden die Gäste einen Ausflug auf Europas größter Natureisfläche mit einem gemütlichen Mittag- oder Abendessen in heimischen Gasthäusern verbinden, erklärte die Sprecherin.