Erstellt am 04. Februar 2013, 12:03

Weniger Unfälle, aber mehr Tote 2012 auf Burgenlands Straßen. Im Burgenland haben sich im vergangenen Jahr weniger Verkehrsunfälle ereignet als im Jahr 2011, weniger Menschen wurden dabei verletzt.

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Jedoch kamen mit 29 Personen um acht Verkehrsteilnehmer mehr ums Leben, teilte Verkehrslandesrätin Michaela Resetar bei einer Pressekonferenz heute, Montag, in Eisenstadt mit. Besonders in der zweiten Jahreshälfte ist die Zahl der tödlichen Unfälle extrem angestiegen.

Bei 827 Verkehrsunfällen gab es im vergangenen Jahr 1.096 Verletzte. Während man sich im ersten Halbjahr noch über die niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit den 1960er-Jahren freute, stieg die Zahl in der zweiten Jahreshälfte eklatant auf 29. Die Zahl der Unfälle (2011: 894) und Verletzten (1.178) ging um rund 7,5 bzw. etwa sieben Prozent zurück, erläuterte Landespolizeidirektor Hans-Peter Doskozil.

Zu den häufigsten Ursachen zählen nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol. "Das Thema Alkohol ist immer noch ein wesentliches im Bereich der Verkehrssicherheit. Wir haben festgestellt, dass im Burgenland bei jedem elften Unfall Alkohol im Spiel ist. Der österreichweite Trend geht da Richtung 14, 15. Auch hier müssen wir dran bleiben", sagte Doskozil und kündigte an: "Es muss jeder Verkehrsteilnehmer zu jeder Zeit damit rechnen müssen, einen Alkovortest machen zu müssen."

Als Maßnahme nannte Resetar unter anderem eine bereits veranlasste Tiefenanalyse. "Diese Tiefenanalyse wird vom Kuratorium für Verkehrssicherheit durchgeführt, um Maßnahmen für die Beseitigung von Unfallhäufigkeitsstellen ableiten zu können." Das Ergebnis werde bis zum heurigen Spätsommer vorliegen.

Eine Stelle, an der in den vergangenen Jahren häufig Unfälle passiert sind, war beispielsweise die Eisenbahnkreuzungen bei Oslip (Bezirk Eisenstadt Umgebung) sowie bei der S31 in Eisenstadt zur B50. Dort sollen künftig Schrankenanlagen für mehr Sicherheit sorgen, so Resetar.

Seitens der Polizei wird man im heurigen Jahr weiterhin verstärkt kontrollieren. Sowohl Schwerverkehrskontrollen als auch Geschwindigkeitsmessungen und Alkokontrollen werde es wieder im Rahmen zahlreicher Schwerpunktaktionen geben. Dabei sei allerdings wichtig, dass die Exekutive nicht daran gemessen werde, wie viele Führerscheine abgenommen werden (2012 waren es 621, 2011 686), sondern dass mehr kontrolliert werde. "Uns ist wichtig, wir machen viel mehr Kontrollen und nehmen weniger Führerscheine ab", hielt der Landespolizeidirektor fest.