Erstellt am 25. März 2016, 10:37

Weniger Wildunfälle durch Einsatz von Warnreflektoren. Die Verwendung blauer Wildwarnreflektoren am Fahrbahnrand hat sich im Burgenland positiv auf die Verkehrssicherheit ausgewirkt, teilte Landesrat Helmut Bieler (SPÖ) am Freitag in einer Aussendung mit.

Im Herbst werden aufgrund der frühen Dämmerung und des Nebels viele Wildtiere von Autos überfahren.  |  NOEN, Holger Hollemann/dpa

"Auf jeder der umgerüsteten Strecken wurden die Unfälle reduziert. Im Schnitt sind die Wildunfälle um 70 Prozent gesunken", stellte Bieler fest. Derzeit sind burgenländische Straßen auf einer Gesamtlänge von rund 200 Kilometern mit etwa 13.000 blauen Wildwarnreflektoren bestückt. Mit der Anbringung von Reflektoren zusätzlich zu den Gefahrenzeichen war schon vor 20 Jahren begonnen worden. In der Herbst-Wintersaison 2009/2010 wurden dann auf Teststrecken erstmals blaue Wildwarnreflektoren angebracht. Seit Dezember 2013 werde die Aufstellung sukzessive landesweit weitergeführt.

Kooperation mit der Jägerschaft

"Das Burgenland ist das einzige Bundesland, das alle Wildunfälle mit Sachschäden in einer nahezu lückenlosen Unfallstatistik zusammenfasst. Diese Datenbank bietet den nötigen Gesamtüberblick und ermöglicht, Risikostrecken zu erkennen", erklärte Bieler. Nach Priorität und Unfallhäufigkeit würden dann entsprechende technische Maßnahmen gesetzt, um das Unfallrisiko zu senken. Basis der guten Datenerfassung sei auch die funktionierende Kooperation mit der Jägerschaft.

An Straßenabschnitten mit besonders häufigem Wildwechsel werden auch großformatige Hinweiszeichen angebracht, die dem Verkehrsteilnehmer eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h empfehlen. Rund 20 Stellen seien so abgesichert worden.

LED-Wildwarntafeln aufgestellt

An neuralgischen Stellen wurden außerdem LED-Wildwarntafeln aufgestellt. Auf diesen Testanlagen wird dem Verkehrsteilnehmer über eine sensorgesteuerte Anzeige zusätzlich zum Gefahrenzeichen "Achtung Wildwechsel" ebenfalls die empfohlene maximale Geschwindigkeit von 70 km/h angezeigt, erläuterte Bieler