Erstellt am 21. Mai 2015, 10:18

Fällt Pfingsten ins Wasser?. Heftige Gewitter in der Steiermark und im Burgenland, Wintereinbruch mit Dauerregen, Schnee und Kälte im Westen – und jetzt sorgt noch ein Italientief für flächendeckenden Regen. Hält dieses Wetter bis Pfingsten an?

 |  NOEN, BilderBox
Das Italientief "Erik" mischt auch zu Pfingsten kräftig im Wettergeschehen mit. „Am Freitag beginnt es im Tagesverlauf von Slowenien und Ungarn her wieder kräftig zu regnen, am ehesten trocken bleibt es in Teilen Vorarlbergs und nördlich der Donau“, erklärt Clemens Teutsch-Zumtobel vom Wetterdienst UBIMET.

Die Temperaturen erreichen dabei 9 bis 17 Grad, die Schneefallgrenze steigt auf 1300 bis 1500 m an. Am Samstag muss man von Unterkärnten über die südliche Steiermark bis ins Südburgenland weiterhin mit kräftigem und teils gewittrigem Regen rechnen, aber auch vom Tiroler Unterland bis ins Weinviertel wird es bei 10 bis 17 Grad regnerisch. „Somit verläuft auch das Finale des Songcontests am Samstagabend in Wien kühl und nass.“

Der trübe Wettercharakter bleibt am Pfingstsonntag bestehen, die Temperaturen erreichen 12 bis 20 Grad. „Vor allem in der Osthälfte regnet es noch zeitweise, Auflockerungen gibt es am ehesten von Vorarlberg bis Oberkärnten.“ Vorübergehend freundlicher wird es am Pfingstmontag mit 14 bis 22 Grad, am Dienstag muss man im Westen wieder mit Regenschauern und Gewittern rechnen.

Pünktliche Eisheilige

Bei einem Temperatursturz um 20 bis 25 Grad und Schneefall bis in die Täler stellt sich die Frage nach der Normalität. „Einen Kaltlufteinbruch Mitte bis Ende Mai kann man eigentlich seit Jahrzehnten wenn nicht sogar Jahrhunderten häufig feststellen“, weiß der Wetterexperte. „Die Eisheiligen wurde nur durch die Kalenderreform nach vor geschoben, eigentlich beruht diese Regel genau auf den aktuellen Zeitraum im letzten Maidrittel.“ Dennoch ist die Wucht dieses Ereignisses bemerkenswert und kommt nur alle zehn bis 15 Jahre vor.