Erstellt am 30. März 2012, 07:13

Wetterkapriolen halten Burgenlands Feuerwehren auf Trab. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit der vergangenen Wochen mussten Burgenlands Feuerwehren zu zahlreichen Flurbränden ausrücken.

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Alleine im März waren es deutlich mehr als 70 Einsätze, so ein Sprecher der Landessicherheitszentrale. Kaum ist diese Periode allerdings zu Ende, müssen die Florianijünger bereits für mögliche Überflutungen gerüstet sein. Denn der trockene Boden kann größere Mengen Regen nicht aufnehmen.
 
Für mögliche Hochwasser sind im östlichsten Bundesland aktuell etwa 17.000 Sandsäcke gelagert, erklärte Helmut Holzbauer vom Landesfeuerwehrkommando Burgenland (LFK) im Gespräch mit der APA. Mehr würden keinen Sinn machen, da ein gefüllter Sack ein Gewicht von 25 Kilogramm hat und die Säcke erst zum Einsatzort gebracht werden müssten.
 
Die Abfüllung solcher Säcke wird größtenteils per Hand erledigt. Seit vergangenen Sommer ist im LFK in Eisenstadt aber auch eine Sandsackfüllanlage stationiert. "Diese wird für Schulungszwecke an die Bezirksstützpunkte verliehen", so Holzbauer. Dort werden die frisch befüllten Säcke auch gleich im Zuge von Übungen befüllt und gelagert.
 
Eine derartige Schulung fand am Wochenende in Oberwart statt. "Natürlich ist es besser, als mit der Hand, aber es ist auch an der Maschine sehr anstrengend", erzählte Gruppenkomandant Klaus Eberhart. Üblichweise werden die Plastiksäcke mit Sand befüllt, hieß es vom LFK. In der südburgenländischen Bezirkshauptstadt ist man davon allerdings abgekommen. "Wir verwenden Streusplitt vom Winterdienst, denn der Sand ist zum Lagern schlechter", meinte Eberhart. Generell können sie befüllten Säcke "einige Jahre" gelagert werden, so Holzbauer.
 
An der Füllanlage arbeiten etwa zehn Mann. Auch für Frauen sei das Heben der schweren Säcke kein Problem gewesen, sagte der Gruppenkommandant.
 
Am kommenden Wochenende rechne man nicht mit Hochwasser. Kleinräumige übergetretene Bäche und Flüsse seien jedoch im "Bereich des Möglichen".