Erstellt am 17. Januar 2013, 09:31

Winterwetter: Dutzende Feuerwehr-Hilfseinsätze. In unserem Bundesland hat der anhaltende Schneefall am Donnerstag für einige Behinderungen gesorgt. Die Feuerwehren rückten zu Dutzenden Hilfseinsätzen aus.

"Momentan stehen wir bei 35 Einsätzen seit gestern Abend", hieß es Donnerstag in der Früh von der Landessicherheitszentrale (LSZ) auf Anfrage. Bisher gab es keine Verletzten. In Güssing und in St. Michael rutschten Busse von der Fahrbahn und sorgten für Bergeeinsätze.

In der Nacht musste die Feuerwehr Markt Allhau im Bezirk Oberwart zu einer Lkw-Bergung ausrücken. Kettenpflicht für Lkw gab es laut Polizei auf der S31 bei Sieggraben sowie am Henndorfer Berg (Bezirk Jennersdorf) und auf der B16 bei Klingenbach (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) bis zur Staatsgrenze.

Mitarbeiter des Straßendienstes - allein im Nord- und Mittelburgenland waren insgesamt um die 40 Fahrzeuge im Einsatz - sorgten dafür, dass die Straßen mit entsprechender Winterausrüstung befahrbar blieben.

"Massive Behinderungen sind bis jetzt nicht eingetreten", allerdings gebe es tief winterliche Fahrbahnverhältnisse, so Alexander Knaak, der Leiter des Bau- und Betriebsdienstleistungszentrums Nord: "Die gesamte Mannschaft ist eingeteilt für einen 24-Stunden-Dienst." Probleme begannen den Räummannschaften am Vormittag Schneeverwehungen zu machen, etwa auf der B50 zwischen Eisenstadt und Jois.

Eine Wetterbesserung sei vorerst nicht abzusehen. Laut den Prognosen würden sich die Niederschläge noch intensivieren, so Knaak.

In Ungarn gibt es wetterbedingt erste Beschränkungen für den Lkw-Verkehr: Die Autobahn M1 von Nickelsdorf nach Budapest wurde für Lkw über 7,5 Tonnen aufgrund des extremen Schneefalls in Richtung Budapest zwischen 8.00 und 12.00 Uhr gesperrt, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland unter Berufung auf die Polizei des Komitates Györ-Moson-Sopron mit.

Im Südburgenland hat der starke Schneefall zu Störungen bei der Stromversorgung geführt. Betroffen waren ab 6.00 Uhr insgesamt rund 2.500 Haushalte in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf, teilte die Energie Burgenland mit.

Mehrere Bäume waren unter der Schneelast gebrochen und in Leitungen gestürzt, was zu Unterbrechungen bei der Versorgung zwischen einer halben und eineinhalb Stunden führte. Teams von Netz Burgenland gelang es, bis kurz vor 8.00 Uhr alle betroffenen Gemeinden wieder am Netz zu bringen.