Erstellt am 21. Januar 2014, 12:25

Wohnhauseinbrüche geklärt. Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat elf Wohnhauseinbrüche in Niederösterreich, im Burgenland und in der Steiermark geklärt.

Drei Männer im Alter von 27, 28 und 29 Jahren hatten in Guntramsdorf (Bezirk Mödling) bei einem Einbruch die Alarmanlage ausgelöst. Sie flüchteten ohne Beute mit einem Pkw, waren dabei aber von einer Zeugin beobachtet worden, die daraufhin die Polizei informierte.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 19. September des vergangenen Jahres. Im Zuge einer anschließenden Fahndung wurde das verdächtige Fahrzeug angehalten, drei polnische Staatsbürger wurden festgenommen, berichtete die Landespolizeidirektion NÖ am Dienstag. Im Pkw stellten die Beamten Bargeld, Schmuck, einen Pfefferspray, ein Klebeband, Handschuhe, Funkgeräte und diverses Einbruchswerkzeug sicher. Sämtliches Diebesgut wurde an die Geschädigten bereits retourniert.

Verdächtige in Untersuchungshaft

Der 28-Jährige trug zudem einen Ausweis einer polnischen Haftanstalt sowie einen Ausgangsschein für einen Freigang bei sich. Die drei Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert, wo sie in Untersuchungshaft sind.

Im Zuge der Ermittlungen wurden weitere Wohnhauseinbrüche in den Bezirken Baden, Wiener Neustadt und Bruck-Mürzzuschlag geklärt. Die Beschuldigten sollen nach ihren Diebestouren mehrmals zu einem Wald in der Nähe von Wiener Neustadt gefahren sein. Dort fanden die Beamten bei einer Suchaktion eine größere Anzahl von Schmuckgegenständen, die einem Einbruch in Leobersdorf (Bezirk Baden) zugeordnet wurden. Weitere Erhebungen ergaben, dass die drei Männer auch in den Bezirken Neunkirchen, Melk, Mödling und Oberwart ihr Unwesen getrieben hatten.

Die Verdächtigen sollen sich zumeist für ein oder zwei Tage in Österreich aufgehalten und die Einbrüche großteils untertags begangen haben. Anschließend dürften sie das Diebesgut in Polen verkauft haben.