Erstellt am 01. Januar 2012, 13:52

Zahl der Verkehrstoten weiter rückläufig. Erfreulicher Trend: Die Zahl der Verkehrstoten in Österreich ist im zwölften Jahr in Folge weiter rückläufig. Wie das Innenministerium am Neujahrstag bilanzierte, gab es 2011 eine neuerliche Reduktion um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Somit sind im vergangenen Jahr im heimischen Straßenverkehr bei 491 tödlichen Unfällen insgesamt 521 Personen ums Leben gekommen. Das ist die niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1950.

Dieses vorläufige Ergebnis bedeutet gegenüber dem Jahr 2010 mit 552 Verkehrstoten einen Rückgang von 31 tödlich verunglückten Menschen oder 5,6 Prozent. Gegenüber dem Jahr 1972, dem bisher schwärzesten Jahr in der Unfallstatistik mit 2.948 Toten sind dies nahezu ein Sechstel der Todesopfer von damals, obwohl sich der Fahrzeugbestand seither beinahe verdreifacht hat. Noch vor zwölf Jahren, im Jahr 1999, gab es in Österreich 1.079 Tote im Straßenverkehr. Der Rückgang seit damals beträgt fast 52 Prozent.

In fünf Bundesländern ist die Zahl der Verkehrstoten rückläufig, in vier sind Zunahmen zu beklagen. Somit gab es im Burgenland 21 Verkehrstote (2010: 20), in Kärnten 32 (42), in Niederösterreich 158 (163), in Oberösterreich 102 (117), in Salzburg 44 (41), in der Steiermark 72 (79), in Tirol 44 (39), in Vorarlberg 26 (22) und in Wien 22 (29). Die Bundesländer Tirol, Salzburg und Burgenland hatten im Jahr 2010 allerdings historische Tiefststände. In Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Wien konnten nicht nur im Jahr 2011 Rückgänge verzeichnet werden, in diesen Bundesländern gab es im abgelaufenen Jahr auch die bisher geringste Zahl an Verkehrstoten seit 45 Jahren.

Im vergangenen Jahr verloren 282 Pkw-Insassen, 17 Lkw-Insassen (davon elf in einem Klein-Lkw), 68 Motorrad-Fahrer, 17 Moped-Fahrer, 42 Radfahrer (davon zwei mit Elektro-Fahrrad), 86 Fußgänger (davon 35 durch ihr eigenes Fehlverhalten und 51 durch Fremdverschulden), vier Traktor-Lenker/Mitfahrer, zwei Lenker von Arbeitsmaschinen, zwei Microcar-Lenker/Mitfahrer und ein Lenker eines Elektro-Behindertenfahrzeuges ihr Leben. Zurückgegangen auf die bisher niedrigsten je erfassten Werte sind die getöteten Pkw-Lenker und Insassen sowie die Fußgänger. Angestiegen gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der getöteten Radfahrer. Von den 42 Radfahrern starben 25 durch ihr eigenes Fehlverhalten und 17 durch Fremdverschulden. Vier Radfahrer verunglückten auf einer Radfahrüberfahrt und je zwei auf einem Radweg bzw. auf einem Gehsteig.

Der schwerste Unfall im vergangenen Jahr ereignete sich am 20. März 2011 gegen 13.00 Uhr bei Villach in Kärnten. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw auf der Bundesstraße 83 starben vier Personen, darunter drei Mädchen im Alter von sieben bis zehn Jahren.

"Jeder Tote auf Österreichs Straßen ist einer zuviel. Dennoch zeigt uns die positive Bilanz zum Jahresende, dass die österreichischen Straßen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer immer sicherer werden", sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.