Erstellt am 09. Juli 2015, 08:19

von APA Red

Zahlreiche Einsätze nach Unwettern. Burgenlands Feuerwehren haben am Mittwoch aufgrund eines Unwetters zu zahlreichen Einsätzen ausrücken müssen. Am stärksten war der Bezirk Oberwart betroffen.

Hagelschäden. Oberwart war stark betroffen.  |  NOEN, APA (FF Oberwart)
Das teilte ein Sprecher der Landessicherheitszentrale Burgenland auf Anfrage am Donnerstag der APA mit. Bereits am Nachmittag hatten schwere Gewitter eingesetzt. Bäume stürzten auf Straßen, Keller wurden überflutet.

x  |  NOEN, Michael Pekovics


Im Bezirk Oberwart waren unter anderem die Gemeinden Bad Tatzmannsdorf, Oberdorf, Buchschachen und Siget aber auch die Bezirkshauptstadt selbst betroffen.

Aufräumarbeiten der Florianis auch in Forchtenstein

Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt und Straßen wieder freigemacht werden. Insgesamt gab es alleine in Oberwart 14 Einsätze, etwa weil eine Werbetafel umgestürzt war.



Die Stadtfeuerwehr stand ab etwa 14.20 Uhr bis in die Abendstunden mit 26 Mann und fünf Fahrzeugen im Einsatz. Betroffen waren wieder einmal die Tiefgaragen am Dr. Emmerich Gyenge Platz, das Wasser musste abgepumpt werden. Erst kürzlich haben die Bauarbeiten für den neuen Kanal begonnen, der Entlastung in diesem Bereich bringen soll. Die Fertigstellung ist für den Herbst geplant.

x  |  NOEN


Auch Donnerstagfrüh waren die Feuerwehrmitglieder in Oberwart und in Forchtenstein (Bezirk Mattersburg) mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Der Sturm hatte vielerorts Bäume umgerissen, so wie hier bei Rotenturm.

x  |  NOEN

4.000 Hektar im Bezirk Oberwart beschädigt.

Die Österreichische Hagelversicherung berichtete in einer Aussendung über 400.000 Euro Schaden in der Landwirtschaft im Bezirk Oberwart. Etwa 4.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche wurden beschädigt, Getreide, Mais, Wein, Raps sowie Soja seien betroffen.

x  |  NOEN, ÖHV (Österr. Hagelversicherung)
Die Schadenserhebung durch die Sachverständigen beginnt unverzüglich.

„Professionell durchgeführte Schadenserhebungen durch unsere Experten vor Ort und rasche Schadensauszahlungen an die Bauern haben nun oberste Priorität“, betonte Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Hagelversicherung.

Auch bei der Opernpremiere im Römersteinbruch in St. Margarethen (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) bekamen die Besucher das nasse Wetter zu spüren. Sie mussten etwa eine Stunde im Regen ausharren, die Opernaufführung von Giacomo Puccinis "Tosca" startete nicht wie geplant um 21.00, sondern gegen 22.00 Uhr.