Erstellt am 28. Oktober 2016, 15:28

Allerheiligen: Tradition und Nachhaltigkeit. Am 1. November ist Allerheiligen. Die meisten Burgenländer nutzen diesen Anlass um Verstorbene am Friedhof zu besuchen und deren Gräber festlich zu schmücken.

    |  Markus Göstl

Besonders Wert gelegt wird heuer auf umweltfreundlichen Grabschmuck. Nicht wegzudenken ist auch der Allerheiligenstriezel, den sich die Kleinen und Großen gerne schenken lassen.

Schon die Tage davor werden die Gräber auf Hochglanz gebracht, bei den Steinmetzen und Floristen herrscht Hochbetrieb. So werden zurzeit vor allem Gestecke, und Blumenarrangements sowie die Pflege und Restaurierung von Grabsteinen geordert.

Kompostierbare Blumenarrangements und Kränze im Trend

Ein Trend ist in kompostierbaren Blumenarrangements und Kränzen zu beobachten, so Kommerzialrat Ing. Alfred Bieberle, der Innungsmeister der burgenländischen Gärtner und Floristen: „Umweltbewusste Kunden schätzen dieses Angebot der heimischen Fachbetriebe sehr. Die Dekorationselemente dieser Kränze und Gestecke bestehen teilweise aus nachhaltigen und zur Gänze abbaubaren Rohstoffen, wie etwa unbehandeltem Holz, Zapfen, Seide und Papier sowie Metalldrähten ohne Kunststoffüberzug, die keine Belastung für die Umwelt darstellen und sehr gut wiederverwertet werden können.“

Grabsteine – Individualität im Design ist gefragt

Einfachheit und Individualität liegen bei den Grabsteinen im Trend, weiß Steinmetzmeister Anton Hauser, Innungsmeister der Branche.

Probleme sieht Hauser bei der Verwendung nicht ÖNORM-gerechter Produkte von ausländischen Unternehmen auf den heimischen Friedhöfen: „Wer haftet, wenn es zu Problemen bei der Verwendung nicht zugelassener Produkte kommt? Wir warnen vor den Folgen von statischen Problemen infolge nicht fachgerechter Montage. Es muss dann nachgebessert werden, um die heimischen Sicherheitsstandards zu garantieren.“

Allerheiligenstriezel – mehr Vielfalt

Eine lange Tradition haben im Burgenland auch die Allerheiligenstriezel. „Neben dem Standardrezept gibt es immer mehr Varianten. Wir heimischen Bäcker nehmen auf die Vorlieben unserer Kunden Rücksicht, auch gibt es immer mehr Menschen mit Unverträglichkeiten. Heutzutage beschränken sich die Varianten nicht mehr nur auf mit oder ohne Zucker“, so Klaudia Pichler-Schmaldienst, die Innungsmeisterin der heimischen Bäcker.