Erstellt am 29. September 2016, 10:34

von Alexandra Gollubics-Prath

AK-Studie: Kostenfalle Schule. Im Burgenland sind die jährlichen Schulkosten besonders hoch. Für die Arbeiterkammer besteht Handlungsbedarf.

Ergebnisse. Claudia Kreiner-Ebinger, AK-Direktor Thomas Lehner und Julia Tröllinger.  |  BVZ, Gollubics-Prath

Das Burgenland ist bei den Schulkosten im Bundesländervergleich Spitzenreiter. Das geht aus der ersten burgenländischen Schulkostenerhebung der Arbeiterkammer hervor, die BVZ berichtete , nun wurden Detailergebnisse präsentiert.

Durchschnittlich 979 Euro wurden demnach pro Schuljahr für ein Kind ausgegeben. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Schultypen reichen dabei von der Volksschule mit etwas mehr als 600 Euro bis zur AHS-Oberstufe, wo mit knapp 1.340 Euro pro Schulkind mehr als das Doppelte ausgegeben wurde.

„Mehr Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit“

Auffallend sei laut Projektleiterin Claudia Kreiner-Ebinger auch, dass die Kosten bei der AHS-Unterstufe um ein Viertel über denen der Neuen Mittelschule lagen. Generell größter Kostenfaktor — abgesehen von der Volksschule, wo Schreibwaren und Schulmaterialien an der Spitze lagen — waren dabei mehrtägige Schulveranstaltungen.

Vor allem Familien mit geringem Einkommen empfanden die Schulkosten als finanziell belastend, zudem fühlte sich knapp ein Viertel der Eltern in Sachen Schülerbeihilfen schlecht informiert. „Mehr Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit“ forderte AK-Direktor Thomas Lehner.