Wien , Eisenstadt

Erstellt am 09. November 2016, 06:56

von Wolfgang Millendorfer

Burgenland feiert 1.700 Jahre Martin. Bischof Zsifkovics und Landeshauptmann Niessl rufen zu Solidarität auf. Von Wolfgang Millendorfer

Gemeinsame Messe. Bischof Ägidius J. Zsifkovics und die Landespolitik feierten mit den Mitgliedern von drei Eisenstädter Chören.  |  BVZ

Im Rahmen des Jubiläumsjahres zum 1700. Geburtstag des Heiligen Martin feierte das Burgenland am Sonntag rund um den Wiener Stephansdom. Gemeinsam mit einer Vielzahl von Gläubigen und mit Vertretern der Landesregierung sowie zahlreichen Priestern und Diakonen aus dem Burgenland zelebrierte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics die Martinifeier im Dom.

„Die Welt braucht mehr Martinus!“

Dabei stand das diözesane Motto im Mittelpunkt: „Die Welt braucht mehr Martinus!“ Mit seinem Appell ermutigte Bischof Zisfkovics dazu, sich den grundlegenden Fragen des Lebens zu stellen: „Die Welt braucht mehr Menschen-Christen, die spirituell, solidarisch und barmherzig sind.“

Das existenziell Wesentliche, so Zsifkovics, dürfe nicht zugedeckt werden, etwa durch „Flucht in die Arbeit und Betäubung durch Konsum und Wellness“.

Ansprache bei der Martinifeier. Landeshauptmann Hans Niessl betonte das gute Miteinander von Politik und Kirche im Land.  |  BVZ, Gregor Hafner

In einer Ansprache im Anschluss an die Messfeier (Foto oben) dankte Landeshauptmann Hans Niessl dem Diözesanbischof für das gute Miteinander von Kirche und Politik, das vor allem in den Bereichen Integration und Soziales zum Ausdruck komme.

So verwies Niessl auf die Hilfsbereitschaft der Burgenländer, die sich sowohl im Zuge der Flüchtlingswellen der Vergangenheit als auch bei der Flüchtlingsbewegung im Vorjahr gezeigt habe: „Es ist ein junges Bundesland, aber seine Menschen konnten schon mehrere Male die charakteristischen Eigenschaften des Heiligen Martin in der Praxis üben“, so Niessl.

Burgenländische Spuren in der Bundeshauptstadt

Dass das Burgenland auch im Wiener Stephansdom, der aus St. Margarethener Sandstein erbaut wurde, allgegenwärtig ist, zeigte sich im Rahmen einer Sonderführung. Mit einem Konzert der Militärmusik auf dem Stephansplatz sowie beim Tag der offenen Tür im Priesterseminar wurde weitergefeiert.

Einen weiteren Höhepunkt erreichen die Feierlichkeiten zu Ehren des Landespatrons im Zuge des Martinifestes am Freitag (siehe auch die dieswöchige BVZ-Printausgabe, Seiten 11 und 41).

Führung durch den Stephansdom. Bischof Ägidius J. Zsifkovics, Landeshauptmann Hans Niessl und Dompfarrer Toni Faber (v.l.).  |  BVZ