Erstellt am 27. September 2012, 09:17

1.250 anerkannte Zivildienst-Trägerorganisationen. Insgesamt rund 1.250 Organisationen wurden von den Bundesländern berechtigt, als Zivildienstträger zu fungieren, also Zivildiener zu beantragen. Zuletzt waren es laut Zivildienstagentur 1.100, die von der Möglichkeit Gebrauch machten.

Die mit Abstand meisten Zivis beschäftigt das Rote Kreuz mit etwa 4.000, dahinter folgen Arbeitersamariterbund, Lebenshilfe und Caritas.

Unterschieden wird grundsätzlich zwischen Blaulichtorganisationen, die pro Monat und Zivi 600 Euro erhalten, anderen Hilfsorganisationen im Sozialbereich, denen 410 Euro pro Monat und Zivi überwiesen werden und jenen Stellen, die für den Einsatz zahlen müssen. Das sind in der Regel öffentliche Stellen, etwa für Schülerlotsen oder für Rettungsdienste im Verantwortungsbereich des Magistrats. Zu bezahlen sind von diesen Organisationen 130 Euro pro Monat und Zivildiener.

Der mit Abstand größte Teil der Zivildiener wird im Rettungswesen eingesetzt. 5.925 oder 43,9 Prozent der Zivildiener wurden im Vorjahr in diesen Bereich zugewiesen. Platz zwei nimmt die Behindertenhilfe ein (2.584 bzw. 19,1). Ebenfalls noch im vierstelligen Bereich sind Aufgaben in der Sozialhilfe (1.716 bzw. 12,7) sowie in der Altenbetreuung (1.190 bzw. 8,8).

Während der Einsatz in Krankenanstalten oder im Katastrophenschutz einen relevanten Faktor darstellt, gibt es Bereiche, in denen Zivis noch eher Exoten sind. Beispielsweise sind nur 27 im Bereich der Justizanstalten tätig, 24 im Umweltschutz und 23 in der Jugendarbeit. An inländische Gedenkstätten wurden 16 Zivis zugewiesen.

Was die Aufteilung über die Bundesländer angeht, ist Wien mit 3.007 Zuweisungen im Vorjahr klarer Spitzenreiter gewesen. Dahinter folgen Ober- und Niederösterreich mit 2.580 bzw. 2.472 Zivis. Die wenigsten Zuweisungen gab es im Burgenland mit 369.