Erstellt am 23. Juli 2013, 11:55

100 Jahre Erster Weltkrieg: Burgenland sammelt für Sonderschau 2014. Im Landesmuseum in Eisenstadt wird im nächsten Jahr - 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges - die Sonderschau "Land im Krieg. 'Burgenland' 1914-1918" zu sehen sein.

 |  NOEN, KSB/Weiss
Dafür werden ab sofort Exponate gesucht - und zwar auf den Dachböden und in den Kellern der Burgenländer. "Wir denken, dass es noch vieles gibt in den Häusern", erklärte Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Eisenstadt. Er bat die Menschen, "ihre Exponate, egal ob es jetzt etwas Alltägliches ist oder etwas Besonderes ist, ob das Dokumente sind, Fotos oder Filme", bis Ende November abzugeben.

Die gesammelten bzw. abgegebenen Objekte sollen Gegenstände sein, die die Geschichte hinter der Front im heutigen Burgenland erzählen, erläuterte Bieler. Eine Grenze, ob dies oder jenes denn wirklich herzeigbar sei, gibt es nicht. Gesucht werden nicht nur Exponate von Sammlern und Hobby-Historikern, sondern auch von Leuten möglicherweise als unnütze Gegenstände abgestempelte Dinge - auf burgenländisch sozusagen "Klumpat".

"Wir wollen das Leben nacherzählen. Es geht darum: Wie haben die Burgenländer gelebt und wie haben sie das eigentlich überlebt, unter den extremen Bedingungen, die da geherrscht haben", so Kurator Dieter Szorger. Als Beispiele wurden etwa Kriegsanleihen oder sogenannte Feldpostkarten, "die wir besonders gerne nehmen", gezeigt.

Die Sammelaktion dient nicht nur der Sonderschau, die am 4. April nächsten Jahres eröffnet werden soll, sondern ist für das Landesmuseum auch eine "Chance, unsere Sammlung zu vervollständigen", so der neue Landesmuseum-Direktor Gert Polster. Die abgegebenen Exponate werden dokumentiert und namentlich festgehalten und werden den Besitzern wieder zurückgegeben, können dem Museum aber auch überlassen werden.