Eisenstadt

Erstellt am 01. Februar 2017, 11:18

von APA Red

Burgenland rückt Gegenwartskunst in den Mittelpunkt. Mit der Eröffnung der Ausstellung "Aufbruch in die Moderne I" ist am Dienstagabend der Startschuss für den kulturpolitischen Jahresschwerpunkt des Burgenlandes gefallen.

Kulturlandesrat Helmut Bieler  |  NOEN, Amt der burgenländischen Landesregierung

2017 sei das "Jahr der Gegenwartskunst", verkündete Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) in Eisenstadt. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren soll dabei vor allem die Förderung von Kulturprojekten in den Vordergrund rücken.

So werden im heurigen Jahr neben den regulären Förderungen des Kulturreferates 100.000 Euro zusätzlich zur Verfügung stehen und zum Großteil in drei Förderschienen fließen. Geplant ist die Ausschreibung von Klein- und Schulkunstprojekten. 40.000 Euro sind für maximal fünf größer dimensionierte Kunstprojekte reserviert. Weiters sind zwei Veranstaltungsreihen vorgesehen, mit denen der Diskurs über die Gegenwartskunst forciert werden soll.

Das Burgenland verfüge über besonders viele und überdurchschnittlich gut ausgebildete Künstler und Kulturvereinigungen, erklärt Bieler. Allein die Künstlerdatenbank zähle 478 Personen. "Wir möchten mehr Burgenländer in Lesungen, Ausstellungen und Konzertsäle bringen, die Hemmschwelle gegenüber Kunst senken", so der Landesrat.

"Gefördert werden innovative Projekte mit Burgenland-Bezug, die sich mit zeitgenössischer Kunst beschäftigen", erläuterte die Projektkoordinatorin Karin Ritter. Auch der Kinderkulturvermittlung werde eine große Bedeutung zugemessen. Neue Wege will man mit einer "Projekt-Casting Show" vor Publikum gehen. Dabei sollen Projektträger eine Experten-Jury in 15 Minuten von ihrem Projekt überzeugen. Die Castingshow ist für Juni vorgesehen.