Erstellt am 23. Juli 2012, 00:00

24 Jahre auf der Bühne. NEUES ALBUM / Seit 1988 präsentiert die gebürtige Herzogenburgerin Simone Stelzer ihre Stimme.

 |  NOEN, Erich MARSCHIK



VON ANITA KIEFER

Abwechslung und Vielfältigkeit. Das ist Simone Stelzer bei ihrer Arbeit als Schlagersängerin besonders wichtig. Und das ist es auch, was sie ihrem Publikum mit dem neuen Album „Pur“ bieten will. „Es ist eine ausgewogene Mischung. Viel abwechslungsreicher als das letzte Mal.“ Den Leuten, die zu ihren Auftritten kommen, möchte sie zudem „eine schöne Zeit schenken“.

Mögliche Alternative:  ein Biologiestudium

Und das versucht sie mittlerweile schon sehr lange: Seit 1988 steht Stelzer auf der Bühne. Beinahe jedes Wochenende hat sie Auftritte. Ob sie sich je vorstellen konnte, einen anderen Beruf zu ergreifen? „Weniger das, was ich gelernt habe, die Restaurierung. Aber ich habe davon schon auch was mitgenommen. Die Garnitur auf der Terrasse habe ich mir zum Beispiel selbst abgeschliffen“, erzählt die 42-Jährige. Wäre aus dem Singen aber nichts geworden, hätte sie sich ein Biologiestudium vorstellen können. „Dann wär’ ich jetzt vielleicht auf Riffen unterwegs und würde Wasserqualitäten testen.“

Für ihre romantischen Texte ist die Sängerin bei ihren Fans bekannt. Romantisch sind aber nicht nur ihre Lieder. „Grundsätzlich bin ich ein romantischer Mensch. Nur im Alltag muss man sich die romantischen Momente herauspicken.“ Die genießt die Sängerin dann mit Ehemann Alex Kreissel, mit dem sie seit 2009 verheiratet ist, beim Lieblingsitaliener oder beim Tanzen. „Auch wenn’s nur zwei Stunden sind, die Zeit nehmen wir uns. “ Ehemann Alex lebt in Linz. Simone pendelt zwischen Linz und Wien.

Tanzen, tauchen, laufen und genießen

Freie Zeit ist bei Simone generell dünn gesät. „Ich helfe gerne in Alex’ Tanzschule mit.“ Ansonsten hat das Paar vor allem sportliche Hobbys wie Tauchen oder Laufen. „Ich geh’ aber auch oft mit einer Freundin laufen. Halb sechs in der Früh, wenn Alex geht, ist mir zu früh“, lacht sie. In Herzogenburg schaut Stelzer „auf der Durchreise“ vorbei und kommt dann immer zu ihrer Mama, die ihr bei adminis-trativen Dingen hilft. „Da kann ich Pflicht mit Vergnügen verbinden. Wenn sie was Gutes gekocht hat, fahr’ ich mit Eierschwammerlgulasch und Knödeln heim, das gibt sie mir für den Alex mit“, schmunzelt sie.

Konkrete Familienpläne hat Simone übrigens nicht. Aber: „Vor einem Auftritt im Burgenland habe ich einen Storch gesehen. Vielleicht war das ein Zeichen?“ Das Paar ist aber auch zu zweit rundum glücklich, denn: „Wir genügen uns selbst.“