Erstellt am 05. November 2012, 15:18

40 Jahre "Licht ins Dunkel": 214 Millionen Euro gespendet. Die größte humanitäre Hilfskampagne Österreichs feiert ihr 40-jähriges Bestehen.

Rund 214 Millionen Euro hat "Licht ins Dunkel" bis dato insgesamt lukriert. Auch hierzulande herrsche ein „unglaubliches Ausmaß an sozialer Not“, meinte Bundespräsident Heinz Fischer im Rahmen der gut besuchten "Licht ins Dunkel"-Auftaktveranstaltung am Montag in der Wiener Hofburg.

Vieles habe sich seit der Ära Kreisky geändert, die Armut habe man aber nicht zurückdrängen können, meine ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Er sieht die Rolle der Aktion "als Ergänzung zum Sozialstaat". Dabei gehe es nicht nur um monetären Erfolge - auch das Bewusstsein für Menschen in Not bzw. mit Behinderung habe sich verändert. Im neuen, überraschend-anrührenden Spot zu den Klängen von Superstar Adele zeigen Menschen mit diversen Behinderungen, wozu sie fähig sind.

„Schon über mehrere Jahre lang liegt das Spendenvolumen über der zehn Millionen-Euro-Grenze“ lobte Schirmherr Fischer. Dieses Ergebnis nannte er "sehr, sehr eindrucksvoll“ und äußerte die Hoffnung, dass auch heuer ähnliche Summen zusammen kommen. "Dazu möchte ich alle Österreicher einladen und aufrufen!".

In den frühen Siebziger-Jahren wurde mit "Licht ins Dunkel" eine der größten Wohltätigkeits-Projekte Europas mehr oder weniger zufällig ins Leben gerufen. Der damalige niederösterreichische ORF-Landesintendant Kurt Bergmann sammelte in einer Radiosendung Spenden, gedacht als einmalige Aktion. Mittlerweile ist "Licht ins Dunkel" - multimedial inklusive App - eine "Symphonie der Sinne", wie Wrabetz formulierte. Heute komme kaum ein Österreicher nicht mit der Aktion "Licht ins Dunkel" in Berührung – sei es als Spender, Freiwilliger oder einer der zahllosen Begünstigten.

Auch diesmal steht die traditionelle Marathonsendung am Heiligen Abend im Mittelpunkt, zum runden Geburtstag sendet der ORF heuer zusätzlich zur besten Sendezeit am 22. Dezember eine Jubiläumssendung mit Alfons Haider und Barbara Stöckl. Erste Auftakt-Aktionen werden bereits im November stattfinden; auch rund ums Jahr wurde bereits gesammelt und gespendet. Das "Iron Man Team" etwa "ersportelte" im Sommer rund 140.000 Euro. Unter anderem wieder mit dabei ist die "Ö3-Wundertüte", die im letzten Jahr an über 1.000 Schulen 46.000 Handys gesammelt und 70.000 Euro Spendengeld eingebracht hat.

Die mittlerweile ebenfalls klassische Zündholzaktion feiert heuer übrigens ebenfalls ein Jubiläum: Seit 25 Jahren kann man mit den Produkten Feuer entfachen und gleichzeitig helfen. Über 2,5 Millionen Euro trug die zündende Idee bis dato bei.