Erstellt am 26. November 2012, 12:20

AK erneuert Kritik an befristeten Mietverträgen. Die Arbeiterkammer (AK) hat am Montag ihre Kritik am bestehenden Mietrecht erneuert und im speziellen auf die befristeten Mietverträge hingewiesen.

Bei diesen müssten laut bestehender Rechtslage eigentlich Abschläge vorgenommen werden, die statistischen Zahlen zeigen laut AK jedoch, dass zeitlich begrenzte Mieten teurer sind als unbefristete. Die Kammer hat Mikrozensus-Daten der Statistik Austria von rund 17.400 Wiener Richtwertmietverträgen aus dem Jahr 2010 analysiert, von denen 7.000 befristet waren. Sie kommt dabei zum Schluss, dass der Aufschlag zum Richtwertmietzins bei befristeten Verträgen durchschnittlich 60 Prozent beträgt.

Die Rechnung berücksichtigt Aufschläge, die aufgrund der Lage gemacht werden, vermisst aber den 25-prozentigen Abschlag, der bei befristeten Verträgen aber eigentlich gemacht werden müsste. "Die Vermieter kassierten bei befristeten Mieten in Wien im Jahr 2010 um über 15 Millionen Euro zu viel an Miete von den Mietern. ", resümierte AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

Das Richtwertsystem funktioniere nicht und sei "zu intransparent", das zeige auch eine Wifo-Studie. Die von der AK in Auftrag gegebene Analyse habe ebenso ergeben, dass befristete Wohnungen teurer als unbefristete seien.