Erstellt am 04. Dezember 2012, 12:28

AK sieht Preisschub im Bio- und Billigsegment. Die Arbeiterkammer Steiermark hat bei ihrer aktuellen Warenkorberhebung im Vergleich zum Vorjahr einen Preisschub bei Bio- und Billiglebensmitteln festgestellt.

19 Gruppen des täglichen Bedarfs in drei Klassen (556 Produkte) wurden einer Preisanalyse unterzogen. Bei günstigen Eigenmarken zeitigte sich ein Preisanstieg von 5,92 Prozent und bei Biowaren von 5,56 Prozent. Nur die Markenprodukte blieben im Preis mit der Steigerung von 0,43 Prozent im Vergleich zu 2011 stabil.

Preistreiber bei den Billig-Produkten waren laut AK Erdäpfel, Äpfel, Tomaten, Vollmilchschokolade. Im Biosegment steigerten vor allem Mischbrot, Semmeln, Tiefkühlerbsen und Gouda-Käse den Durchschnittspreis.

Die Preisunterschiede zwischen den drei Warenkörben sind dabei eklatant. "Die Differenz zwischen Billigstem und Teuerstem beträgt 156 Prozent", sagte AK-Marktforscherin Susanne Bauer.

Der Durchschnittspreis der drei Warenkörbe (Billig, Marken, Bio) lag bei 35,59 Euro. Für den "Billig-Korb" waren 23,32 Euro hinzublättern, für den Bio-Korb 59,73 Euro, für den Marken-Korb 36,12 Euro.

Die Warenkorbpreise auf die drei getesteten Supermärkte (Billa, Merkur Spar) betrachtet, liegen sehr nah beieinander - der Unterschied betrug weniger als einen Euro oder 2,48 Prozent. Bei den Diskontern (Penny, Hofer, Lidl, Zielpunkt) lag die Differenzen bei bis zu 26,48 Prozent oder bis zu knapp mehr als sieben Euro - Ausreißer war laut AK Zielpunkt, die restlichen lagen nah zusammen.

Insgesamt habe sich gezeigt, die Eigenmarken seien "wirklich niedrigpreisig", während bei Bio- und Markenprodukten das Preisband von "sehr günstig bis sehr teuer" zu bewerten sei.