Erstellt am 11. Juni 2013, 13:15

AK will Verbesserungen für Ältere und Lehrlinge. Die Arbeiterkammer (AK) hat sich im Vorfeld der Hauptversammlung am Donnerstag erneut für die älteren Arbeitnehmer, eine verbesserte Lehrlingsausbildung und die Einführung einer sechsten Urlaubswoche stark gemacht.

Für Arbeitnehmer über 50 Jahre müsse ein Bonus-Malus-Modell wieder eingeführt werden, forderte AK-Präsident Rudolf Kaske am Mittwoch. "Einmal arbeitslos, ist es für Ältere wesentlich schwieriger, wieder einen Arbeitsplatz zu finden", stellte Kaske fest. Mit einem Bonus-Malus-Modell könnten Unternehmen belohnt werden, die Personen der Generation "50plus" einstellen. Zum anderen sollen ältere Mitarbeiter damit länger im Betrieb gehalten werden, so Kaske, der sich für ein Generationen-Management in den Unternehmen aussprach.

Als "Alarmsignal" wertete Kaske den Umstand, dass beinahe jeder fünfte Lehrling bei der Abschlussprüfung durchfällt. Er verlangte deshalb eine laufende verpflichtende Aus- und Weiterbildung für die Lehrlingsausbildner, einen auf die Abschlussprüfung anrechenbaren Qualitäts-Check bereits während der Lehrzeit und die Koppelung der Lehrstellenförderung im letzten Lehrjahr an das Antreten zur Lehrabschlussprüfung.

Einig zeigten sich Kaske und Vorarlbergs AK-Chef Hämmerle auch in ihrer Haltung bezüglich einer sechsten Urlaubswoche. Nach 25 Arbeitsjahren müsse es diese zusätzliche Urlaubswoche geben, und zwar unabhängig davon, ob der Arbeitsplatz gewechselt wurde oder nicht, forderten Kaske und Hämmerle.