Erstellt am 29. Oktober 2012, 12:33

Anpassungsfaktor der Pensionen bei 1,8 Prozent. Die Pensionskommission hat am Montag den Anpassungsfaktor für die Pensionen wie erwartet mit 1,8 Prozent festgelegt.

Diese Pensionserhöhung für kommendes Jahr schlägt sich im Budget mit rund 540 Mio. Euro nieder. Sozialminister Hundstorfer sichert den Seniorenvertretern nun Gespräche zu. Dabei gehe es nur um die Aufteilung der Summe. Kleinere Pensionen könnten stärker angehoben werden als große. Der von der Kommission beschlossene Richtwert ergibt sich aus den gesetzlichen Bestimmungen. Demnach ist die Inflationsrate von August des Vorjahres bis Juli heurigen Jahres abzugelten. Dieser Richtwert liegt bei 2,8 Prozent. Da die Regierung allerdings in ihrem Sparpaket beschlossen hat, die Anpassung um einen Prozentpunkt geringer vorzunehmen, ergibt sich nun für das kommende Jahr eine Pensionserhöhung um 1,8 Prozent.

Ebenso wie Hundstorfer empfahl nach der Sitzung der Kommission auch deren Leiter Bernhard Schwarz nicht über diesen Wert hinauszugehen. Er argumentierte auch mit einem mittelfristigen Bericht, wonach durch demografische Veränderungen ein automatischer Zuwachs an Pensionisten und damit auch an Kosten für die nächsten Jahre zu erwarten sei. Wenn man allerdings bei den 1,8 Prozent bleibe, bedeute dies für die Zukunft eine Erleichterung für die Finanzierung des Pensionssystems und das sei positiv, betonte Schwarz.

Nichts einzuwenden hat der Leiter der Pensionskommission gegen den Plan der Politik, das Volumen so zu verteilen, dass kleinere mehr und größere weniger bekommen. Allerdings verwies er darauf, dass eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes auch dem gewisse Grenzen setze. Möglich wäre es für Schwarz auch, im Sinne der Armutsbekämpfung kleineren Pensionen einen Zuschlag - etwa in Form einer Einmalzahlung - zu gewähren.