Erstellt am 30. April 2012, 14:15

Appelle für faire Arbeitsbedingungen vor 1. Mai. Mit Appellen sonder Zahl haben sich am Tag vor dem 1. Mai zahlreiche Parteienvertreter und Organisationen zu Wort gemeldet.

Hingewiesen wurde vor dem "Tag der Arbeit" auf Arbeitslosigkeit und Armut, die Freiheitlichen kritisierten die "Pseudofeierlichkeiten" der SPÖ. Die SPÖ-Frauen wiederum riefen zum "Tag der Vollzeitarbeit" auf.

Beim 1. Mai gehe es um faire Arbeitsbedingungen und gleiche Chancen für alle, so Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Heinisch-Hosek. Die Unabhängigen Gewerkschafter im öffentlichen Dienst plädierten für faire Praktika und dies auch im öffentlichen Dienst. Kritisiert wurden hier etwa die einjährigen Verwaltungspraktika, wo voll ausgebildete Akademiker zum halben Preis im öffentlichen Dienst arbeiten, so die Gewerkschafter.

Die Armutskonferenz wies in einer Aussendung auf die Situation der "Working Poor" hin. "Arbeit schützt vor Armut nicht. Jetzt schon leben 200.000 Personen in Haushalten, in denen der Verdienst trotz Erwerbsarbeit nicht reicht, um die eigene Existenz und die der Kinder zu sichern", erklärte Sozialexperte Martin Schenk. Ein niedriges Erwerbseinkommen schlage sich auch in der Pension nieder, warnte die Armutskonferenz.

Der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete und Bundesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer Bernhard Rösch kritisierte die "Pseudofeierlichkeiten" der "SPÖ-Granden". Auf Bundesebene verwies Rösch etwa auf die Erhöhung der Mineralölsteuer oder die Halbierung der Bausparprämie, auf Wiener Ebene auf die Gebührenerhöhung bei der Müllentsorgung oder beim Parken. "Die erwirtschafteten Überschüsse dieser Massensteuern fließen ins Miss-Budget der rot-grünen Stadt Wien", so der FPÖ-Mandatar.

Das BZÖ forderte in einer Aussendung eine Steuerentlastung der Arbeitnehmer und verwies auf das orange "Flat-Tax-Modell". Kritik übte Arbeitnehmersprecher Sigisbert Dolinschek an Bundes- und Landesregierungen, die mit Steuer- und Gebührenerhöhungen die Bürger immer mehr belasten und gleichzeitig Leistungen kürzen würden.